Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Zöliakie: Gluten vs. Darm Cynthia Möthrath, 07.11.2019 14:36 Uhr

Die Symptome sind häufig unspezifisch, daher wird eine Glutenintoleranz meist nicht sofort diagnostiziert. Außerdem kann es zu anderen Beschwerden kommen, die nicht direkt mit der Intoleranz in Verbindung gebracht werden: Ein ungeklärter Eisenmangel weist beispielsweise häufig auf eine Zöliakie hin. Ebenso können Knochenschmerzen mit Osteoporose, Arthritis, Zyklusstörungen und Unfruchtbarkeit, Migräneanfälle oder Leberwerterhöhungen durch eine Zöliakie entstehen.

Die Diagnose erfolgt zum einen durch eine Ernährungsumstellung: Häufig bessern sich die Beschwerden rasch, wenn auf Gluten verzichtet wird. Zudem sollten verschiedene Antikörper im Blut bestimmt werden, die Hinweise liefern. Eine endgültige Absicherung der Diagnose liefert eine Dünndarmbiopsie. Die Unverträglichkeit bleibt lebenslang bestehen, derzeit kann sie nicht ursächlich behandelt werden. Damit die geschädigte und entzündete Darmschleimhaut abheilen und ihre Funktion wieder ordnungsgemäß aufnehmen kann, müssen Betroffene eine lebenslange, streng glutenfreie Ernährung einhalten. Schon kleinste Glutenmengen können erneute Schädigungen auslösen. Meist leben die Patienten unter Einhaltung der Diät beschwerdefrei.

Bei der Entstehung spielen sowohl erbliche Faktoren eine wichtige Rolle wie auch das Immunsystem, Ernährung und verschiedene Umweltfaktoren. Die genauen Zusammenhänge sind bisher noch nicht vollständig geklärt. Die Zöliakie muss nicht zwingend ab dem Kindesalter bestehen, viele Patienten entwickeln erst später eine Intoleranz.

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