Was können Darmflora-Analysen & Co.?

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Auch in der Apotheke kann beim Thema Darmgesundheit einiges getan werden. Neben einer ausführlichen Beratung zu dem Thema Probiotika können Apotheker und PTA wertvolle Tipps & Tricks nach überstandenen Erkrankungen geben. Einige patientengruppen haben dauerhaft Probleme mit ihrem Magen-Darm-Sytsem. Chroniker mit Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa leiden ihr Leben an gastrointestinalen Beschwerden. Auch das Thema Nahrungsmittelunverträglichkeiten ist immer wieder Thema im HV. Ganz vorne mit dabei: Laktose- und Glutenunverträglichkeiten. Hier kann es Aufgabe der Apotheke sein, den Kunden den Unterschied zwischen dem Trend von glutenfreier Ernährung und tatsächlicher Zöliakie aufzuzeigen. Hier spielen auch die Themen Blähungen und Durchfälle eine Rolle. Mithilfe einer Ernährungsberatung können dem Betroffenen Wege und Lösungen aufgezeigt werden, wie sich die gastrointestinale Symptomatik lindern lässt.

Doch auch in der Apotheke können Tests eine Rolle spielen. Das Institut für Mikroökologie, welches mit Symbiopharm kooperiert, stellt einen Darmflora-Check für die Darmanalyse in der Apotheke zur Verfügung. Das Versandset kann kostenlos von der Apotheke bestellt werden, in der Apotheke wird es dann vom Kunden im Rahmen des Beratungsgesprächs gekauft. Dieser kann anschließend diskret Zuhause die Stuhlprobe mit dem beiliegenden Stuhlröhrchen entnehmen und die Probe direkt an das Institut für Mikroökologie schicken. Das Ergebnis der Untersuchung wird dann per Post – je nach Wunsch – an den Kunden oder die Apotheke geschickt. Anschließend kann es gemeinsam mit dem Apothekenpersonal besprochen werden.

Die Selbsttests können zwar Aufschluss über die momentan vorhandene Darmflora geben, doch die gezielte Stärkung einzelner Bakterienstämme erweist sich in der Praxis als schwierig. Die meisten Präparate enthalten mehrere Stämme. Die Ergebnisberichte können neben dem Artenreichtum und Diversitäts-Index der Darmflora auch Aufschluss darüber geben, ob ein Gleich- oder Ungleichgewicht zwischen „guten“ und „schlechten“ Keimen besteht. Der Umgang mit dem Ergebnis sollte jedoch besser von Pharmazeuten und Medizinern begleitet werden. Je nach vorliegendem Ergebnis kann die Apotheke Probiotika oder Nahrungsergänzungsmittel empfehlen. Gegebenenfalls ist auch eine Überweisung an den Arzt sinnvoll, um mögliche Erkrankungen sicher auszuschließen. Bei einem positiven Helicobacter pylori Test muss sowieso eine Medikation durch den Arzt verordnet werden. Der Gang in die Praxis sollte auch bei Blut im Stuhl erfolgen.

 

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