„Ich esse nie wieder was“

Verdauungstipps für die Feiertage

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Berlin -

Die Feiertage sind oft geprägt von üppigem Essen und viel Zeit auf dem Sofa. Nicht selten kann es dadurch zu Verdauungsproblemen kommen: Neben Völlegefühl und Übelkeit können auch Sodbrennen oder Verstopfung für Unwohlsein sorgen. Mit einigen Tipps kann man die Verdauung an Weihnachten und Silvester unterstützen.

Gänsebraten, Klöße und Rotkohl, Kartoffelsalat mit Würstchen oder auch Raclette und Fondue: Die Essenstraditionen an Weihnachten und Silvester sind verschieden. In den meisten Fällen kommt über die besinnlichen Tage eines jedoch zur kurz – die Bewegung. Mit der Familie oder Freunden wird die Zeit gemütlich Zuhause verbracht und dabei das ein oder andere Plätzchen genascht oder auch ein Glas Alkohol getrunken.

Für den Verdauungstrakt kann das dann zur Bewährungsprobe werden. Oft kommt es daher an den Feiertagen zu typischen Magen-Darm-Beschwerden wie Völlegefühl oder auch Sodbrennen. Durch die mangelnde Bewegung leiden viele auch unter Verstopfung – vor allem, wenn Betroffene schon vorbelastet sind. Einige Tipps können die Verdauung erleichtern und Abhilfe schaffen.

Tipp 1: Spaziergang statt Nickerchen

Ein wenig Bewegung bringt die Verdauung in Schwung. Auch wenn man sich an den Tagen lieber ein kleines Nickerchen gönnen möchte, sollte eher ein kleiner Spaziergang an der frischen Luft erfolgen. Dieser bringt auch den Kreislauf in Schwung und sorgt wieder für neue Energie. Schmerzhaftem Völlegefühl und Blähungen kann vorgebeugt werden.

Tipp 2: Kleine Mahlzeiten zu sich nehmen

Obwohl die Verlockung groß ist, sollte an den Festtagen auf die Größe der Mahlzeiten geachtet werden. Besser ist es über den Tag verteilt kleinere Mengen zu sich zu nehmen. Auch zwischen den einzelnen Gängen sollten Pausen eingeplant werden. So sind die Mahlzeiten leichter verdaulich und es kommt seltener zu Beschwerden. Der Nachtisch kann also beispielsweise nach einem kleinen Spaziergang bereitstehen, statt direkt nach dem Hauptgang verzehrt zu werden.

Tipp 3: Tee statt Kohlensäure und Alkohol

Wer seinem Magen-Darm-Trakt etwas Gutes tun will, der sollte an den Tagen vermehrt auf Kräutertees statt Limo oder Alkohol setzen. Gegen das ein oder andere Gläschen an Silvester ist sicherlich nichts einzuwenden. Übermäßiger Alkoholkonsum, aber auch zu viel Kohlensäure, können die Entstehung von Sodbrennen oder Blähungen fördern. Ein warmer Tee mit Ingwer, Kamille, Pfefferminze oder Fenchel, Kümmel und Anis kann für Linderung im Gastrointestinaltrakt sorgen.

Tipp 4: Hausapotheke bereithalten

Kommt es dennoch zu Beschwerden, sollte die Hausapotheke gut bestückt sein, damit nicht erst noch die notdiensthabende Apotheke in der Nähe aufgesucht werden muss. Neben Tees gibt es auch verschiedene Arzneimittel, die die Verdauung erleichtern können: Pflanzliche Präparate stehen als Tropfen oder Kapseln zur Verfügung. Treten starke Krämpfe auf, können auch Wirkstoffe wie Butylscopolamin zum Einsatz kommen.

Gegen zu viel Luft im Bauch und Blähungen können Entschäumer wie Dimeticon und Simeticon helfen. Sie senken die Oberflächenspannung und besitzen eine schaumzerstörende und schaumverhütende Wirkung: Vorhandene Schäume zerfallen und das freigesetzte Gas kann resorbiert oder rektal ausgeschieden werden. Größere Gasansammlungen im Darm lösen sich auf. Blähungen und die daraus resultierenden Bauchschmerzen sowie das Druckgefühl werden gelindert. Arzneimittel mit diesen Wirkstoffen gibt es in Form von Kautabletten, Kapseln, Granulaten oder Suspensionen.

Tipp 5: Stress vermeiden

Nicht nur das Essen, sondern auch die Tage selbst können für Verdauungsbeschwerden sorgen. Bei einem zu straffen Zeitplan und hetzen von A nach B kann der zusätzliche Stress Beschwerden begünstigen. Für Besuche bei der Familie sollte daher genug Zeit eingeplant werden und nicht zu viel an einem Tag anstehen. Auf Hektik sollte verzichtet werden: Denn wer zu hastig isst, schluckt zu viel Luft und riskiert Blähungen.

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