Besondere Ernährungsformen

Vegetarisch – Der Verzicht auf Fleisch Alexandra Negt, 16.03.2020 15:11 Uhr

Berlin - In Deutschland leben schätzungsweise sieben Millionen Vegetarier, das sind etwa 8 Prozent der Bevölkerung. In diesen Zahlen sind die Veganer bereits miteingeschlossen. Der Umsatz mit speziellen vegetarischen Fleischersatzprodukten hat sich innerhalb von vier Jahren nahezu verdreifacht. Der Verzicht auf Fleisch gilt als gesund und soll die Entstehung von Krankheiten verhindern.

Vegetarisch schon lange kein Trend mehr

In jeder größeren Stadt in Deutschland gibt es mittlerweile vegetarisch-vegane Cafés und Restaurants. Das Angebot reicht von Lokalen, die einfach auf Fleisch verzichten, bis hin zu Restaurants, die bewusst die Nachahmung mittels Tofu, Seitan & Co. versuchen. Frauen verzichten häufiger auf Fleisch. Viele verzichten zwar nicht vollkommen auf Fleisch und Fisch, versuchen den Konsum jedoch weitestgehend einzuschränken. Die Zahl der sogenannten Teilzeitvegetarier ist wohl weitaus höher.

Vegetarier sind gesünder

Wer sich vegetarisch ernährt, kocht häufiger frisch und ernährt sich generell bewusster als Mischköstler. Verschiedene Studien zeigten, dass Menschen, die sich fleischfrei ernähren, niedrigere Blutdruck- und Blutfettwerte und eine bessere Nierenfunktion aufweisen. Der MI von Vegetariern ist niedriger als der von Menschen, die Fleisch verzehren.

Weniger Krebserkrankungen bei Vegetariern

Die Entstehung einiger Krebsarten steht im Zusammenhang mit Ernährung. Eine einseitige Ernährung kann die Entstehung von Tumoren begünstigen: Ein hoher Verzehr von verarbeiteten Fleischwaren, insbesondere von gepökeltem und geräuchertem Fleisch, gilt als risikoreich. Für die Entstehung von Magenkrebs gilt der übermäßige Verzehr von Alkohol und Fleisch beispielsweise als Risikofaktor.

Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, wöchentlich nicht mehr als 300 bis 600 Gramm Fleisch und Fleischwaren zu verzehren – der Großteil der deutschen Bevölkerung isst im Schnitt deutlich mehr. Unter verarbeitetem Fleisch versteht man Fleisch, welches durch Salzen, Fermentieren, Räuchern oder Pökeln haltbar gemacht wird. Bei dieser Produktgruppe sind sich Wissenschaftler sicher, dass sie Krebs auslösen können. Unverarbeitetes rotes Fleisch wird von Wissenschaftlern als wahrscheinlich krebserregend eingestuft.

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