Richtig rollen

Rollkur bei Gastritis APOTHEKE ADHOC, 16.04.2019 14:11 Uhr

Bei der Rollkur handelt es sich um ein Hausmittel, das in der heutigen Zeit im Internet und von Heilpraktikern gelobt wird. Wie es der Name schon verrät, nehmen die Patienten eine Flüssigkeit oder ein Medikament zu sich und „rollen“ von einer Seite auf die andere, um die Magenwand damit auszukleiden. Da es sich um eine „Kur“ handelt, empfehlen Heilpraktiker die Anwendung über einen längeren Zeitraum von maximal 4 Wochen.

Die Empfehlung in der Apotheke: Kamillentee, Leinsamen oder Magentropfen in ausreichender Menge, circa zwei Tassen, zu sich nehmen und anschließend für zehn Minuten gemütlich und entspannt auf den Rücken legen. Dann wechseln auf die rechte Seite und nach weiteren zehn Minuten auf die linke Seite. Zum Schluss noch einmal zehn Minuten auf den Bauch legen. Die Anwendung bevorzugt morgens auf nüchternen Magen durchführen oder abends zwei Stunden nach der letzten Mahlzeit. Achtung bei der Einnahme von anderen Arzneimitteln: Leinsamen können die Resorption vermindern.

Durch die Benetzung und Auskleidung der Schleimhaut im Magen, sollen die entzündungshemmenden Inhaltsstoffe besser zur Wirkung kommen. Auch wenn die Rollkur heutzutage vorrangig bei Pferden angewendet wird, kann sie eine nützliche Zusatzempfehlung für menschliche Patienten sein. Obwohl die Wirksamkeit umstritten ist, ist die Kombination aus Entspannung, Wärme und pflanzlichen Entzündungshemmern einen Versuch wert.

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