Ernährungsweisen

Mit FODMAP gegen Verdauungsprobleme Eva Bahn, 14.06.2019 14:05 Uhr

Die mehrwertigen Alkohole sind hier meist am erklärungsbedürftigsten. Sie sind häufig in Zuckerersatzstoffen enthalten und werden auf der Umverpackung auch manchmal nur als E-Nummern angegeben, also als Zusatzstoff, um beispielsweise die Haltbarkeit zu verlängern oder um den Geschmack oder das Aussehen von Nahrungsmitteln zu verbessern. Daher gilt in der Zeit, in der FODMAP komplett vermieden werden sollten, dass am besten selbst gekocht wird und Fertigprodukte so wenig wie möglich verwendet werden. Die FODMAP-reichen E-Stoffe sind beispielsweise Isomalt (E953), Lactit (E 966), Maltit (E965), Mannit (E421), Sorbit (E 420, 432-436) und Xylit (E 967).

Auf Früchte muss man glücklicherweise nicht komplett verzichten, denn es existieren durchaus FODMAP-arme Sorten. Vermieden werden sollten langfristig alle Sorten von Dörrobst und in der Karenzzeit Äpfel, Aprikosen, Birnen, Brombeeren, Feigen, Kirschen, Mango, Nektarinen, Pfirsiche und Pflaumen. Diese können dann nach der etwa zweimonatigen Abstinenzphase eine nach der anderen auf Verträglichkeit getestet werden. Auch Avocados sind übrigens Früchte, auf die erst einmal verzichtet werden muss, auch wenn sie nicht süß schmecken. Wassermelonen sind eher ungeeignet, Honigmelonen, die üblicherweise gut vertragen werden. In kleinen Portionen durchaus geeignet sind reife Bananen, Granatapfel, Grapefruit, Heidelbeeren und Himbeeren. In normalen Portionsgrößen werden Ananas, Erdbeeren, Kiwi, Papaya, Trauben und Zitrusfrüchte gut vertragen. Beim Gemüse sind vor allem alle Zwiebelgewächse zu meiden. Knoblauch, Schalotten und die Küchenzwieben verursachen dabei die meisten Probleme mit dem Darm.

Aber auch Artischocken, Bärlauch, Blumenkohl, Erbsen, Lauch, Rote Beete, Sauerkraut, Schwarzwurzel, Spargel, Weizen und Wirsing sollten nur in geringen Mengen verzehrt werden. Auf dem Speiseplan bleiben dürfen Brokkoli, Kürbis, und alle Blattsalate. Zum süßen der Desserts eignet sich Brauner Zucker oder Ahornsirup eher als Agavendicksaft. Weiterhin sind bei den Milchprodukten Frischkäse und Joghurt FODMAP-reich, Camembert und Mozzarella dagegen gut verträglich. Es gibt noch viele Listen mit geeigneten und ungeeigneten Lebensmitteln in der FODMAP-Diät. Mit ihrer Hilfd lassen sich Mahlzeiten zusammenstellen, die der Körper gut tolerieren kann. Wer sich aufgrund seiner körperlichen Beschwerden dafür interessiert, sich aber mit der Durchführung duch zu unsicher fühlt sollte mit seinem Arzt sprechen. Eine professionelle Ernährungsberatung wird im Bedarfsfall unter Umständen sogar von den Krankenkassen bezuschusst.

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