Magen-Darm-Infektionen

Hygiene und Vorbeugung APOTHEKE ADHOC, 02.10.2019 14:48 Uhr

Bei beiden Virusarten gelten die Regelungen des Infektionsschutzgesetzes: Kinder unter sechs Jahren dürfen Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen oder Kindergärten vorübergehend nicht besuchen. Der Besuch ist frühestens zwei Tage nach Abklingen der Beschwerden wieder möglich. Betroffene, die beruflich mit Lebensmitteln zu tun haben, dürfen ihre berufliche Tätigkeit ebenfalls frühestens zwei Tage nach dem Abklingen der Krankheitszeichen wieder aufnehmen.

Wichtig zur Vorbeugung ist also in jedem Fall die regelmäßige Handreinigung: Nach jedem Toilettengang, sowie vor der Zubereitung von Speisen müssen die Hände gründlich gewaschen oder desinfiziert werden. Wichtig ist dabei, vor allem die Zwischenräume der Finger und den Nagelbereich gründlich zu säubern. Da man sich unbewusst mehrmals pro Stunde in das Gesicht fasst, kann regelmäßiges Händewaschen die Ansteckungsgefahr deutlich senken. Auch ein Desinfektionsmittel für die Jackentasche ist sinnvoll, um die Hände von Erregern zu befreien, wenn keine Waschgelegenheit zur Verfügung steht. Bei einer Infektion mit einem Magen-Darm-Erreger sollte zusätzlich die Toilette selbst nach jeder Benutzung desinfiziert werden. Gleiches gilt für benutzte Oberflächen wie Waschbecken, Lichtschalter oder Türgriffe. Erkrankte sollten eigene Handtücher oder besser Einmalhandtücher verwenden, die nach der Benutzung sofort entsorgt werden. Falls möglich, ist sogar die Benutzung einer eigenen Toilette bis zu zwei Tage nach der Genesung sinnvoll.

Um eine Infektion zu vermeiden können auch kleine Angewohnheiten im Alltag helfen. Statt die Tür mit den Händen zu öffnen, kann der Ellbogen eingesetzt werden: So gelangen Viren nicht direkt über die Hände in den Körper. Nach dem Händewaschen sollten die Armaturen in öffentlichen Gebäuden nicht mehr angefasst werden: Zum Abdrehen des Wassers oder zum Öffnen der Tür kann ein Papiertuch verwendet werden, welches anschließend entsorgt wird. Zuhause kann regelmäßiges Stoßlüften für eine allgemeine Reduzierung der Viruslast sorgen: Statt das Fenster dauerhaft zu kippen, ist Stoßlüften effektiver. So wird die trockene Luft samt Viren herausgeschleust und neue, frische Luft kann hinein. Lebensmittel sollten vor dem Verzehr immer gründlich gewaschen und nach Möglichkeit durchgegart werden.

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