Galle: Gelb-grünes Verdauungswunder

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Berlin - Die Galle ist wesentlich an der Verdauung von Fetten aus der Nahrung beteiligt. Durch falsche Ernährung können Gallensteine entstehen, die jedoch nur bei jedem Vierten zu Beschwerden führen. Verursachen sie erst einmal Probleme, drohen Entzündungen der Gallenblase mit typischen Beschwerden.

Die Gallenflüssigkeit wird in den Leberzellen, den sogenannten Hepatozyten, produziert. In der Gallenblase wird sie gespeichert und eingedickt. Zu den Mahlzeiten wird die Flüssigkeit dann in den Zwölffingerdarm ausgeschüttet, um die Fettverdauung einzuleiten. Das Hormon Cholecystokinin stimuliert dazu die Muskulatur der Gallenblase. Durch deren Kontraktion wird die Galle dem Speisebrei beigemischt.

Die Gallenflüssigkeit emulgiert die Fette aus der Nahrung in kleine Tröpfchen, damit sie von den Verdauungslipasen angegriffen werden können. Der Hauptbestandteil der Gallenflüssigkeit ist Wasser. Außerdem enthält sie verschiedene Elektrolyte, Lecithin, Cholesterin, sowie Gallensalze und die Farbstoffe Bilirubin und Biliverdin. Wenn das Mischungsverhältnis der Einzelbestandteile nicht stimmt oder aus dem Gleichgewicht gerät, reichert sich beispielsweise Cholesterin an und es können Gallensteine entstehen.

Gallensteine können zu unangenehmen Beschwerden führen: Häufig gehen sie mit starken Koliken einher. Es kommt zu wellenartigen, plötzlich auftretenden Schmerzen im rechten Oberbauch. Meist sind sie krampfartig und strahlen bis in den Rücken aus. Häufig sind die Schmerzen begleitet von Übelkeit und Erbrechen. Gallensteine können die Gallenwege reizen und verstopfen. In Folge dessen kann es zu hellem, entfärbtem Stuhl kommen. Auch Fettstühle sind durch die gestörte Fettverdauung möglich.

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