Wochenbettdepression

Vom Tief nach der Geburt Alexandra Negt, 13.11.2019 15:07 Uhr

Der rapide Östrogenabfall nach der Geburt wird als pathogenetischer Faktor diskutiert. Psychosoziale Aspekte wie der Übergang zu einer triadischen Beziehungsstruktur spielen ebenfalls eine Rolle. Eine PPD-Episode dauert durchschnittlich sieben Monate. 50 Prozent der Frauen entwickeln auch bei einer Folgegeburt eine Wochenbettdepression.

Es sollte eine differenzialdiagnostische Abgrenzung der PPD gegen die postpartale Psychose stattfinden. Diese kommt mit einer Prävalenz von 0,1 bis 0,2 Prozent weitaus seltener vor. Symptome sind Halluzinationen, Gedankeneingebungen, zielloses Verhalten und Wahnvorstellungen.

Die generelle Behandlung der Mutter-Kind-Beziehung rückt in den Vordergrund. Das Verhalten depressiver Mütter zeigt sich durch Passivität und einer geringen Sensitivität für kindliche Signale. Säuglinge reagieren mit häufigem Weinen und Rückzug. Aus einer länger anhaltenden gestörten Interaktion zwischen Mutter und Kind können Bindungsprobleme resultieren. Therapien zielen darauf ab, das Selbstvertrauen der Mütter zu stärken und die depressive Symptomatik zu verbessern.

Wissenschaftler sprechen sich für ein Screening zu depressiven Symptomen mittels Fragebogen oder Interview bei allen Müttern sechs bis acht Wochen nach der Entbindung aus. Bei der Diagnose einer PPD sollte eine eingehende körperliche Untersuchung erfolgen, bei der die Schilddrüsenfunktion überprüft werden sollte. Es sollte ebenfalls nach suizidalen Gedanken gefragt werden.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Neuere Artikel zum Thema

Mehr zum Thema

Mehr aus Ressort

Weiteres
Markt

Fentanyl-Buccaltabletten

Effentora bekommt Konkurrenz»

Dat Tran (Springer AI) bei VISION.A

Apothekenplattformen: „Anmelden alleine reicht nicht“»

Potenzmittel

BGH bestätigt Tadalafil-Generika»
Politik

Religionsfreiheit vs. Versorgungsauftrag

Streit um Pille danach: Kammer legt Berufung ein»

Ehemaliger SPD-Chef wechselt in Wirtschaft

Gabriel wird Aufsichtsrat bei Deutscher Bank»

Altmaier für Unternehmenssteuerreform

Rufe nach Steuersenkungen – Union und SPD uneins»
Internationales

40 Prozent Beitragserhöhung

Apotheker sollen Kammer vor Pleite retten»

Absprachen zu Generika

Pay-for-Delay: EuGH macht ernst»

Apothekenketten

Pessina: Nicht jede Apotheke wird überleben»
Pharmazie

Verschreibungspflicht

Stada kritisiert Rx-Switch für Hoggar»

Kollaterale Sensitivität

Resistenzen: Forscher legen Hinterhalt»

Schlafmittel

Neue Empfehlung: Hoggar ab 65+ nur noch auf Rezept»
Panorama

Pharmaziestudentin sucht Herausforderung

Ninja-Warrior-PhiP: Vom Hörsaal ins Fernsehen»

Nachtdienstgedanken

Diskretion unerwünscht?!»

Eben noch Sprachkurs, schon Inhaber

Belfiore & Hasanbelli: Farmacia-Flair für Jesingen»
Apothekenpraxis

ApoRetrO – der satirische Wochenrückblick

Einbruch bei Bühler: Alle Gutachten weg!»

Dosierungsfehler bei Säuglingen

Otriven: Apotheker fordert Rückruf»

Apotheke schon aufgegeben

Unerwartete Rettung: Kunden lassen Apotheker nicht schließen»
PTA Live

Beratungstipps

Fresh-up: Trockene Augen »

Anpassung des Packmittels nach NRF

Tilray: Vollspektrum in neuer Verpackung»

Neue PTA-Schule in Rheinfelden

„Der Bedarf an PTA ist groß“»
Erkältungs-Tipps

Produktiver Husten

Auswurf: Wenn‘s gelb und grün wird»

Erkältungs-Tipp

Tot oder lebendig – Viren vs. Bakterien»

Erkältungs-Tipps

Wenn die Erkältung fortschreitet: Produktiver Husten»
Magen-Darm & Co.

Krebserkrankungen

Darmkrebs: 60.000 Neuerkrankungen pro Jahr»

Krebserkrankungen

Magenkrebs: Wenn die Mitte des Körpers erkrankt»

Von fremden Bakterienstämmen profitieren

Stuhltransplantation: Chancen für Kolitis-Patienten»
Kinderwunsch & Stillzeit

Erkältet in der Schwangerschaft

Der gewisse Push für das Immunsystem»

Schwangerschaftsrisiken

Eileiterschwangerschaft: Gefährliche Fehleinnistung»

Fitness in der Schwangerschaft

Mit Pilates durch die Schwangerschaft»