Für zwei Essen

Wie setzt sich die Gewichtszunahme in der Schwangerschaft zusammen?

, Uhr
Berlin -

Eine Gewichtszunahme während der Schwangerschaft ist ganz normal – schließlich wächst im Körper ein neues Leben heran. Doch wie genau setzt sich das zusätzliche Gewicht zusammen und welche Zunahme ist normal? Grundsätzlich sollte sich die werdende Mutter nicht durch ein paar zusätzliche Kilos stressen lassen, denn meistens verschwinden sie nach der Schwangerschaft auch wieder. Eine Übersicht als Download gibt es hier

Zum Download

Zu Beginn der Schwangerschaft ist in der Regel noch keine körperliche Veränderung zu sehen. Auch am Körpergewicht tut sich in den ersten drei Monaten meist nicht viel. Manche Frauen nehmen sogar erst ein paar Kilogramm ab, bevor es dann zu einer Gewichtszunahme kommt. Dabei können auch Symptome wie Erbrechen und Übelkeit im ersten Trimester eine Rolle spielen.

Erst ab dem vierten Monat nimmt der Embryo dann ordentlich zu und wächst heran. Doch nicht nur das Kind selbst hat Einfluss auf das Gewicht – auch Plazenta, Fruchtwasser, Gebärmutter und wachsende Brüste tun ihr Übriges. Hinzu kommt ein erhöhtes Blutvolumen durch den eigenen Kreislauf des Kindes, sowie Wasser- und Fetteinlagerungen.

Keinen Stress mit den Kilos

Meist beträgt die Gewichtszunahme in der Schwangerschaft damit rund 10 bis 15 Kilo. Dabei handelt es sich jedoch um Richtwerte – die Zunahme kann auch individuell schwanken. Wichtig ist die Überwachung des Körpergewichts in der Schwangerschaft dennoch: Denn starke Abweichungen können frühzeitig auf Komplikationen hinweisen. Nimmt die Schwangere auch ab dem zweiten Trimester nicht zu, oder kommt es zu einem Stillstand des Gewichts, kann dies auf Wachstumsverzögerungen des Kindes oder eine Mangelernährung hindeuten. Andersherum kann eine übermäßige Gewichtszunahme auf falsche Ernährung oder gesundheitliche Probleme wie einen Schwangerschaftsdiabetes oder eine Präeklampsie hinweisen.

Bewegung statt Diät

Diäten sind in der Schwangerschaft tabu, eine Ernährungsumstellung kann jedoch sinnvoll sein: Denn es sollte vermehrt auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung gesetzt werden. Die ausreichende Mineralstoffversorgung (v.a. mit Folsäure und Jod) kann gezielt durch die passenden Nahrungsergänzungsmittel der Folio-Familie unterstützt werden. Zusätzlich kann regelmäßige Bewegung helfen, ein gesundes Gewicht zu erhalten. Außerdem wirkt ein Spaziergang Verdauungsbeschwerden entgegen, die während der Schwangerschaft auftreten können.

Bei Problemen mit der richtigen Ernährung – oder bei Essstörungen – sollte ein Ernährungsberater hinzugezogen werden. Auch Frauen mit starkem Über- oder Untergewicht sollten sich Unterstützung holen. Denn beides kann Auswirkungen auf das Kind und die Geburt haben: Starkes Untergewicht kann eine Frühgeburt begünstigen, Übergewicht und eine starke Zunahme in der Schwangerschaft geht hingegen häufig mit einem hohen Geburtsgewicht einher und kann daher einen Kaiserschnitt notwendig machen.

Nach der Geburt verlieren die meisten Frauen die zusätzlichen Kilos wieder. Das kann jedoch mehrere Monate dauern. Auch hier können eine gesunde Ernährung und moderater Sport helfen und die Abnahme beschleunigen. Während der Stillzeit sollte allerdings weiter auf eine Diät verzichtet werden, da die Schwangere ausreichend Nährstoffe braucht, um das Kind über die Muttermilch zu versorgen.

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

Lesen Sie auch
Neuere Artikel zum Thema
Mehr zum Thema
Warme Temperaturen & ihre Risiken
Sommer, Sonne, Sonnenstich »
Therapie und Prophylaxe
Fresh-Up: Fuß- und Nagelpilz »

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Einrichtungsbezogene Impfpflicht
Bund will Impfpflicht beibehalten»
Wirkung gegen alte Subvariante
Biontech: Zwei Kandidaten gegen BA.1»
Impf- und Medikamenten-Beauftragte in Heime
Lauterbach: Pandemie-Radar statt Bürgertest»
Auf antibakterielle Wirkstoffe besser verzichten
Hautcremes können dem Mikrobiom schaden»
Erste Leitlinie für Diagnose & Behandlung
Vitiligo: Wenn der Haut die Pigmente fehlen»