Wenn nicht nur der Bauch wächst

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Berlin - Im Verlauf einer Schwangerschaft wird nicht nur der Bauch immer größer: Auch andere Dinge im und am Körper der werdenden Mutter verändern sich. Was das ist und warum sich so viel mit dem Baby im Bauch verändert im Überblick.

Eine Schwangerschaft geht mit einer Vielzahl von Veränderungen im Hormonhaushalt einher­ – die Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) gibt regelrecht Vollgas. Die Ausschüttung von Stimulationshormonen, welche für die Nebenniere bestimmt sind, sowie die Bildung von Wachstumshormonen, wird erhöht. Die Schilddrüse vergrößert sich im Laufe einer Schwangerschaft, um mehr Jod speichern zu können. Dennoch kommt es nur gelegentlich zu einer Änderung der Funktionalität. Auch die Nebenniere wird größer und schwerer, damit mehr Kortison gebildet werden kann.

Das Blutvolumen steigt etwas bis zur 36. Schwangerschaftswoche (SSW). Trotz mehr Blut im Körper ist der Anteil an roten Blutkörperchen in der Regel eher vermindert. Häufig haben Frauen daher einen niedrigeren Hämoglobin- und Hämatokritwert, auch als natürliche Schwangerschaftsanämie bekannt. Ein sehr entscheidender Grund für regelmäßige Blutkontrollen: Liegt der Hämoglobinwert unter zwölf Gramm pro Deziliter (g/dl), sollte Eisen substituiert werden.

Durch das erhöhte Blutvolumen wird der Herzschlag schneller und es kommt zur Erhöhung des Herzminutenvolumens und auch die Nieren werden stärker durchblutet wodurch sich die Urinmenge erhöht – was zum einen auch die häufiger werdenden Toilettengänge erklärt. Dazu kommt aber auch der Druck, welchen Gebärmutter und Kind im Laufe der Schwangerschaft auf die Blase ausüben.

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