Welche Untersuchungen sind notwendig?

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Zwischen der 21. und 24. SSW findet wieder eine normale Vorsorgeuntersuchung mit Gewichts- Blutdruck und Urinkontrolle statt. Ist der Blutdruck zu hoch und findet sich Eiweiß im Urin, so können das erste Anzeichen einer Gestose oder Präeklampsie sein, die vermehrt ab der zwanzigsten SSW auftritt. Um Mutter und Kind zu schützen muss diese sogenannte Schwangerschaftsvergiftung genauestens im Auge behalten werden. Weitere Symptome sind Wassereinlagerungen und Kopf- oder Oberbauchschmerzen. Besonders häufig davon betroffen sind werdende Mütter mit starkem Übergewicht, einem Alter ab 40 Jahren oder mit Diabetes mellitus.

Der orale Glucosetoleranztest (oGGT) gehört zum Screening zwischen der 24 und 27 SSW. Hier wird bei der Schwangeren morgens nüchtern in der Frauenarztpraxis zunächst eine Blutzuckertest durchgeführt. Danach trinkt sie 75 Gramm Glucose aufgelöst in einem Glas Wasser, und der Blutzuckerwert wird zwei Stunden später erneut bestimmt. So soll frühzeitig ein Schwangerschaftsdiabetes erkannt werden. Ab einem Wert von 140 mg/dl gilt die Glucosetoleranz als beeinträchtigt, ein Diabetes liegt ab einem Wert von 180 mg/dl vor. Als Risikofaktoren gelten hier Übergewicht, ein Gestationsdiabetes in einer vorhergehenden Schwangerschaft, das Alter der Mutter oder bereits bestehende Diabetes Typ-1 Erkrankungen im engeren Familienkreis. Bei diesem Termin wird auch der Antikörpersuchtest wiederholt und bei Vorliegen einer Rhesusfaktorunverträglichkeit ein Anti-D-Immunglobulin gespritzt.

Zum siebten und achten Termin zwischen der 25. und 28. SSW und der 29. bis 32. SSW werden wieder die üblichen Routinevorsorgen durchgeführt. Beim achten Termin gibt es den dritten Ultraschall. Zusätzlich zur Kontrolle der Plazenta, der Herzfunktion und des Wachstums des Kindes wird häufig schon das erste Cardiotokographie (CTG) durchgeführt. Hier werden nicht nur die Herztöne des Kindes abgehört und aufgezeichnet, sondern auch eventuell erste Wehen bei der Schwangeren bemerkt. Ab der 32. SSW finden die Vorsorgetermine alle vierzehn Tage statt. Dann wird auch ein Test auf Hepatitis B und ab der 35. SSW ein Abstrich auf B-Streptokokken durchgeführt, dessen Kosten sich zwischen zehn und zwanzig Euro bewegen. Das ist eine der sogenannten IgeL, die von den Krankenkassen nicht übernommen werden. Ist das Kind bis zur 40 SSW noch nicht geboren worden, so erden die kindlichen Herztöne spätestens alle zwei Tage kontrolliert. Diese Untersuchung kann auch eine Hebamme Zuhause durchführen.

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