Die Behandlung besteht aus einer Psychotherapie, begleitet von einer medikamentösen Therapie. Eingesetzt werden verhaltenstherapeutische sowie tiefenpsychologische Behandlungen. Die Wahl zwischen einer Einzel- oder Gruppentherapie muss individuell getroffen werden. Eine telefonische Nachbetreuung, die vor allem der Notfallintervention dient, hat sich als hilfreich erwiesen.

Die medikamentöse Therapie erfolgt meist mit trizyklischen Antidepressiva (Amitriptylin, Trimipramin, Doxepin) oder selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (Fluoxetin, Sertralin, Citalopram, Paroxetin). Alle eingesetzten Arzneistoffe gehen in die Muttermilch über.

Die Behandlung mit Johanniskraut und Östrogenen ist nicht wissenschaftlich untersucht. Allgemeine Entspannungsmethoden wie Yoga, Meditation oder die progressive Muskelentspannung können betroffenen Frauen helfen, mit ihren Emotionen besser umzugehen. Maßnahmen wie Massagen, Akupunktur und Lichttherapie sind bislang nicht ausreichend untersucht worden. Ein ausreichender Nachtschlaf sollte betroffenen Frauen regelmäßig ermöglicht werden. Durch die Unterstützung des Partners kann das Selbstbewusstsein der Frau gestärkt werden. Um die Mutter weiterhin zu entlasten, sollte ein Besuchsplan aufgestellt werden, sodass zusätzlicher Stress vermieden werden kann. Paare sollten über eine Haushaltshilfe nachdenken und die Betreuung durch eine Hebamme, wenn möglich, verlängern.

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