Blutzuckerkontrolle & Therapieanpassung

Schwangerschaft und Diabetes: Darauf sollte geachtet werden

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Berlin -

Frauen mit Diabetes können heutzutage meist ohne Probleme Nachwuchs bekommen. Wird der Kinderwunsch gut geplant und engmaschig durch Fachärzt:innen betreut, können mögliche Komplikationen verhindert werden und einer glücklichen Schwangerschaft steht nichts im Wege. Eine Übersicht als Download gibt es hier.

Bei manchen Vorerkrankungen kann die Familienplanung schwierig sein, auch beim Vorliegen eines Diabetes machen sich viele Frauen Gedanken – sowohl in Bezug auf eine mögliche Schwangerschaft wie auch auf die Fruchtbarkeit generell. Da Diabetes mittlerweile gut behandelbar ist, müssen Paare jedoch nicht auf den Nachwuchs verzichten. Auch auf die Fruchtbarkeit hat die Stoffwechselkrankheit nach bisherigen Erkenntnissen keine Auswirkungen. Allerdings kann es durch Diabetes bei Frauen zu Zyklusschwankungen oder Folgeerkrankungen wie einem Polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS) kommen. Beides kann sich negativ auf die Schwangerschaftschancen auswirken.

Krankheitskontrolle als wichtigster Grundstein

Wichtig ist, dass bereits vor der Schwangerschaft eine gute Krankheitskontrolle vorherrscht: Die Blutzuckerwerte sollten stabil sein und möglichst geringen Schwankungen unterliegen.

Der Langzeitzuckerwert Hba1c sollte drei Monate vor der Empfängnis unter 7 Prozent, idealerweise unter 6,5 Prozent liegen. Außerdem sollten Blutdruck, Blutfettwerte und die Schilddrüsenwerte kontrolliert und gegebenenfalls medikamentös eingestellt werden. Es gilt also bereits bei bestehendem Kinderwunsch den Facharzt oder die Fachärztin frühzeitig einzubeziehen. Nur so können die idealen Grundvoraussetzungen geschaffen werden.

Medikation anpassen und überwachen

In manchen Fällen muss zudem die Medikation umgestellt werden, denn nicht alle Therapien sind in der Schwangerschaft geeignet. Meist wird auf eine Insulintherapie gesetzt, welche auch mithilfe einer Insulinpumpe erfolgen kann. Regelmäßiges Messen des Blutzuckers sollte an der Tagesordnung sein, um bei Schwankungen rechtzeitig handeln zu können. Außerdem spielen Bewegung und gesunde Ernährung eine wichtige Rolle, weil sie Einfluss auf den Blutzuckerspiegel nehmen. Ein wichtiger Baustein ist zudem die ausreichende Zufuhr von Folsäure und Jod während Kinderwunsch, Schwangerschaft und Stillzeit. Hier können beispielsweise die Folio-Produkte zum Einsatz kommen, welche ideal auf die verschiedenen Phasen ausgelegt sind.

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