Studienlage in der Schwangerschaft

Covid-Impfung: Keine Bedenken für werdende Mütter

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Berlin -

Die Corona-Impfung ist mittlerweile fester Bestandteil der Impfempfehlungen. Auch während der Schwangerschaft wird eine Auffrischungsimpfung empfohlen. Da Medikamente und bestimmte Impfungen in dieser besonderen Phase jedoch als problematisch bewertet werden, haben werdende Mütter häufig Bedenken. Ein Blick auf die aktuelle Studienlage gibt jedoch keine Hinweise auf Früh- oder Mangelgeburten. Einen Überblick als Download gibt es hier.

Seit September 2021 wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) die Covid-Impfung für alle werdenden Mütter ab dem zweiten Trimenon empfohlen. Auch Frauen mit Kinderwunsch sollen sich bereits vor der Empfängnis ausreichend schützen, um im Falle einer Schwangerschaft einen ausreichenden Schutz aufzuweisen und so auch indirekt das Kind mitzuschützen. Fachleute sind sich mittlerweile einig, dass der Nutzen der Impfung für Schwangere das Risiko überwiegt.

Covid führt bei Schwangeren häufiger zu Komplikationen

Denn verschiedene Daten zeigen, dass Schwangere auch bei leichten Verläufen ein erhöhtes Risiko für Komplikationen aufweisen. Liegen bei den Frauen noch weitere Risikofaktoren wie Übergewicht, Bluthochdruck oder Diabetes vor, wird das Risiko weiter erhöht. So kann es beispielsweise zu Frühgeburten oder einer Präeklampsie kommen. Fachgesellschaften raten daher schon länger zur Corona-Impfung für Schwangere, um derartige Komplikationen zu vermeiden. Zwar sei das absolute Risiko für einen schweren Covid-Verlauf gering – allerdings ist es bei Schwangeren höher als bei nicht-schwangeren Frauen im gleichen Alter.

Impfung bietet zahlreiche Vorteile

Die mRNA-Impfstoffe haben sich mittlerweile in zahlreichen Studien als wirksam und sicher für Schwangere und ihr Kind erwiesen.

Gründe für Covid-Impfung bei Schwangeren auf einen Blick:

  • Schützt vor schweren Covid-Verläufen und Hospitalisierungen (vor allem bei Begleiterkrankungen, die als Risikofaktoren gelten)
  • Rund 10 Prozent der Schwangeren oder Frauen im Wochenbett mit Covid-19 entwickeln einen schweren Verlauf im Vergleich zu nicht schwangeren Frauen
  • Komplikationen treten bei Schwangeren mit Covid-19 häufiger auf als bei Frauen ohne Corona-Infektion
  • Mütterliche Antikörper werden auf das Kind übertragen und finden sich außerdem in der Muttermilch

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