Risikoschwangerschaft: Von Fruchtwasseruntersuchung und iGeL

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Berlin - Eine Risikoschwangerschaft muss für werdende Mütter nicht zur Belastung werden. Denn dank modernster Technik und verschiedenster Vorsorgeuntersuchungen kann die Schwangerschaft engmaschig begleitet werden, sodass mögliche Risiken weitgehend vermieden werden und einer glücklichen Schwangerschaft nichts im Wege steht. Alles in der Übersicht zum Download ist hier zu finden.

Eine Schwangerschaft kann aus verschiedenen Gründen als Risikoschwangerschaft eingestuft werden. Oft ist die Krankengeschichte der Mutter ein wesentlicher Faktor, manchmal können aber auch während der Schwangerschaft entdeckte Befunde dazu führen. Zu den anamnestischen Risiken zählt beispielsweise das Lebensalter der Mutter: Erstgebärende unter 18 oder über 35 Jahren sowie Mehrgebärende über 40 gelten automatisch als Risikoschwangerschaft. Denn mit steigendem Alter sinkt zum einen die Fruchtbarkeit, andererseits steigt auch das Risiko für eine Chromosomenanomalie beim Kind. Übrigens spielt auch das Alter des Vaters eine Rolle: Verschiedene Studien zeigen, dass bei besonders jungen oder alten Vätern das Risiko für eine Frühgeburt oder das Down-Syndrom ansteigt.

Doch das Wichtigste ist: Eine Risikoschwangerschaft stellt nicht automatisch eine akute Gefahr für Mutter oder Kind dar – es bedarf lediglich einer engmaschigeren Kontrolle als bei anderen Schwangerschaften, um mögliche Risiken so gering wie möglich zu halten. Im Falle einer Risikoschwangerschaft werden die präventiven Maßnahmen individuell mit dem Arzt geplant und durchgeführt. Bei Vorliegen einer Risikoschwangerschaft wird somit bis zur 32. Schwangerschaftswoche häufiger als im „normalen“ 4-Wochen-Abstand untersucht. In den letzten acht Schwangerschaftswochen dann häufiger als im „normalen“ 2-Wochen-Abstand.

Chronische Erkrankungen sind kein zwingendes Risiko

Auch akute und zurückliegende Erkrankungen der Mutter oder chirurgische Eingriffe sowie Komplikationen bei vorherigen Schwangerschaften können zu einer Einstufung als Risikoschwangerschaft führen. Chronisch Erkrankte können zunächst aufatmen: Sie werden nicht automatisch als Risikoschwangere eingestuft, sondern es wird nach Einzelfall entschieden, ob für Mutter und Kind ein Risiko besteht. Dies kann beispielsweise bei Bluthochdruck, Diabetes mellitus oder chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen der Fall sein.

Zusätzlicher Ultraschall gibt Sicherheit

Treten während der Schwangerschaft Komplikationen wie wiederholte Blutungen, vorzeitiger Blasensprung oder Wehentätigkeit auf, besteht kein Grund zur Panik. Um Risiken auszuschließen, können zusätzliche Ultraschall-Untersuchungen – teilweise im Rahmen der selbstzuzahlenden individuellen Gesundheitsleistungen (iGeL) – durchgeführt werden. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, mithilfe von hochauflösenden Ultraschallgeräten die Organe des Kindes genau zu untersuchen. Dadurch können Entwicklungsfehler oder Anomalien frühzeitig festgestellt werden. Eine sogenannte „Dopplersonographie“ kann außerdem Gefäße und Blutfluss überwachen und so bei hypertensiven Schwangerschaftserkrankungen oder Auffälligkeiten im Bereich des Herzens eingesetzt werden. Kardiotokographische Untersuchungen werden außerdem durchgeführt, wenn es vor der 28. Schwangerschaftswoche zu einem Verdacht auf vorzeitige Wehentätigkeit kommt oder ab der 28. Schwangerschaftswoche bei Herztonveränderungen des Kindes.

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