Polyzystisches Ovarial-Syndrom: Was steckt dahinter? | APOTHEKE ADHOC
Wenn der Eisprung ausbleibt

Polyzystisches Ovarial-Syndrom: Was steckt dahinter?

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Berlin -

Bleibt der Kinderwunsch unerfüllt, können unter anderem hormonelle Gründe dahinterstecken: Bei Frauen gehört das Polyzystische Ovarial-Syndrom (PCO) zu den häufigsten hormonellen Störungen. Mit der richtigen Behandlung können die Chancen auf eine Schwangerschaft jedoch erhöht werden.

Rund 5 bis 12 Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter leiden am PCO. Die Hormonstörung führt zu einer Beeinträchtigung des weiblichen Zyklus. Häufig bleibt der Eisprung aus, wodurch die Fruchtbarkeit vermindert sein kann. Dennoch müssen Frauen mit PCO ihren Kinderwunsch nicht zwingend aufgeben – auch wenn die Erkrankung nicht heilbar ist. Mit dem Frauenarzt oder der Frauenärztin kann gemeinsam eine Lösung gefunden werden.

Bei vielen Frauen wird das PCO bereits relativ früh diagnostiziert, da sie aufgrund verschiedenster Beschwerden bereits beim Gynäkologen oder bei der Gynäkologin vorstellig geworden sind. Andersherum kann es jedoch auch sein, dass die Erkrankung erst festgestellt wird, wenn der Kinderwunsch über längere Zeit nicht erfüllt wird.

Was passiert bei PCO?

Normalerweise reifen in jedem Zyklus mehrere Eibläschen in den Eierstöcken heran, die sogenannten Follikel. In diesen kommt es wiederum zur Reifung der für die Befruchtung benötigten Eizellen. Beim Eisprung platzt einer der Follikel auf, die Eizelle wird freigegeben und wandert durch den Eileiter in Richtung Gebärmutter.

Beim PCO ist dieser essenzielle Prozess jedoch gestört: Durch die vermehrte Produktion von männlichen Hormonen reifen die Follikel nicht ausreichend heran – der Eisprung bleibt aus. Die Follikel sammeln sich in den Eierstöcken an und es können mehr Eibläschen als üblich entstehen. Der Zyklus wird unregelmäßig und die Fruchtbarkeit wird vermindert.

Welche Symptome sind möglich?

Das PCO kann verschiedene Symptome mit sich bringen – nicht alle müssen jedoch zwingend das PCO zur Ursache haben. Mithilfe von Ultraschall- und Blutuntersuchungen kann die Erkrankung beim Frauenarzt oder bei der Frauenärztin diagnostiziert werden.

Zu den häufigsten Symptomen gehören:

  • Unregelmäßige oder ausbleibende Monatsblutung
  • Verkürzung der zweiten Zyklushälfte
  • Seltene oder ausbleibende Eisprünge
  • Haarausfall oder außerordentlich starke Körperbehaarung
  • Übermäßig hohe Blutkonzentrationen an männlichen Hormonen (Androgene)
  • Zysten an den Eierstöcken („polyzystische Ovarien“)
  • Akne und unreine Haut
  • Übergewicht
  • Bluthochdruck
  • Gereiztheit

Diagnose PCO – und nun?

Wurde das PCO diagnostiziert, ist das für die meisten Frauen zunächst ein Schock. Eine spontane Schwangerschaft ist theoretisch möglich – die Chancen dafür sind aber eher gering. Doch verschiedene Faktoren können die Hormonstörung positiv beeinflussen und so die Chancen auf einen Kinderwunsch erhöhen. Kommt es zu einer Schwangerschaft muss diese engmaschig überwacht werden, da das Risiko für Fehlgeburten, Schwangerschaftsdiabetes und Mehrlingsschwangerschaften erhöht ist.

Einen Download mit allen wichtigen Infos zum PCO gibt es hier.

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