Kinderwunsch: Vorbereitung ist auch Männersache | APOTHEKE ADHOC
Welche Faktoren nehmen Einfluss?

Kinderwunsch: Vorbereitung ist auch Männersache

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Berlin -

Hat ein Paar einen Kinderwunsch, so kann nicht nur die Frau einiges dazu beitragen, dass die Chancen auf Erfüllung des Kinderwunsches steigen. Denn auch eine gute Spermienqualität des Mannes ist notwendig, damit eine Eizelle erfolgreich befruchtet wird. Eine Übersicht zum Download gibt es hier.

Damit es mit dem Nachwuchs klappt, müssen einige Faktoren erfüllt sein. Der Befruchtung der Eizelle liegt ein komplexes Zusammenspiel aus Abläufen zugrunde – sowohl bei der Frau wie auch beim Mann. Nur wenn auf beiden Seiten die Voraussetzungen gegeben sind, stehen die Chancen auf Erfüllung des Kinderwunsches gut. Dafür können beide Seiten etwas beitragen. Auch, wenn der Fokus zunächst meist auf der Fruchtbarkeit der Frau liegt.

Die männliche Gesundheit ist ausschlaggebend für die Qualität der Spermien und somit für die Fertilität des Mannes. Ist die Spermienqualität gut, erhöht dies die Chance auf eine erfolgreiche Befruchtung. Zur Beurteilung der Zeugungsfähigkeit eines Mannes wird oftmals ein Spermiogramm erstellt und nach objektiven Kriterien beurteilt. Dabei werden unter anderem folgende Faktoren betrachtet:

  • Spermiendichte: Die Gesamtzahl der Spermien im Ejakulat
  • Spermienform: Aussehen der Spermien
  • Spermienmenge: Das Volumen des Ejakulats
  • Spermienbeweglichkeit: Die Möglichkeit und Geschwindigkeit der Spermien zur Vorwärtsbewegung

Anhand dieser Faktoren können Aussagen über die männliche Fruchtbarkeit getätigt werden. Klappt es also nach über einem Jahr ungeschützten Geschlechtsverkehrs nicht mit der Erfüllung des Kinderwunsches, lohnt sich für den Mann ein Besuch beim Urologen/bei der Urologin, um die Ursachen hierfür abklären zu lassen.

Wichtige Mikronährstoffe für den Mann

Oft kann die Qualität der Spermien schon durch kleine Veränderungen im Alltag positiv beeinflusst werden – vorausgesetzt es liegen keine Hormonstörungen oder genetischen Ursachen zugrunde. So spielen zum Beispiel verschiedene Mikronährstoffe eine bedeutende Rolle, die gezielt die männliche Fruchtbarkeit unterstützen können. Vor allem Zink und Selen werden wichtige Funktionen zugesprochen: Zink fördert die normale Fruchtbarkeit und sorgt für die Erhaltung eines ausreichend hohen Testosteronspiegels im Blut. Selen trägt zu einer normalen Schilddrüsenfunktion bei und wird für die Spermienbildung benötigt.

Doch auch bestimmte B-Vitamine – zu denen Folsäure (Vitamin B9), Vitamin B6 und B12 zählen – sollten in ausreichender Menge aufgenommen werden, da sie den Homocystein-Blutspiegel regulieren. Bei Homocystein handelt es sich um eine Aminosäure, die als Nebenprodukt im menschlichen Stoffwechsel entsteht und indirekt die Spermienqualität beeinträchtigen kann. Außerdem kann auch die Supplementierung von Kupfer, Vitamin B2 und C sowie E sinnvoll sein. Diese Mikronährstoffe tragen dazu bei, Zellen – wie beispielsweise Spermien – vor oxidativem Stress zu schützen. Gut versorgt ist der Mann beispielsweise mit Folio men.

Was gehört auf den Speiseplan?

Einen wichtigen Stellenwert nimmt auch die Ernährung ein: Neben Obst und Gemüse sollten vor allem Vollkornprodukte, sowie Milchprodukte und andere Eiweißquellen auf dem Speiseplan stehen. Auch Fisch ist für eine ausreichende Versorgung mit ungesättigten Fettsäuren wichtig. Fleisch sollte nur in Maßen verzehrt werden. Fertiggerichte, Fast Food und Süßigkeiten sollten möglichst vom Teller verbannt werden.

Gesunder Lebensstil im Fokus

Insgesamt kann ein gesunder Lebensstil helfen, die männliche Fruchtbarkeit zu verbessern: Dazu zählt regelmäßige Bewegung, der Abbau von Übergewicht, sowie der Verzicht auf Alkohol und Nikotin. Ein wichtiger Faktor, der die Spermienqualität negativ beeinflusst, kann außerdem übermäßiger Stress sein. Hier helfen regelmäßige Pausen und ein Ausgleich zum hektischen Alltag. Außerdem sollten Paare die Erfüllung des Kinderwunsches möglichst ohne Druck angehen. Oft klappt es sonst erst recht nicht.

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