Nährstoffe in der Schwangerschaft

Folsäuremangel: Ursachen und Folgen

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Von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt es zur Dosierung einheitliche Empfehlungen. Die Supplementierung von Folsäure ist nicht nur bei einer bestehenden Schwangerschaft angezeigt, sondern auch bereits bei einem Schwangerschaftswunsch. Zusätzlich zu einer ausgewogenen Ernährung sollten Frauen mindestens 400 μg Folsäure pro Tag einnehmen. Die Zufuhr soll im Idealfall mindestens vier Wochen vor der Befruchtung beginnen und bis zum Ende des ersten Schwangerschaftsdrittels fortgesetzt werden. Bei Frauen, die weniger als vier Wochen vor der Konzeption beginnen, sollten bis zum Ende des ersten Trimenons höherdosierte Präparate mit 800 μg Folsäure verwendet werden.

Nach dem aktuellen Wissensstand ist eine erhöhte Zufuhr von Folaten aus Lebensmitteln nicht gesundheitsschädlich. Eine zu hohe Zufuhr von Folsäure könnte im Gegensatz dazu jedoch möglicherweise negative Effekte haben: Nach Angaben der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) liegt die tolerierbare Gesamtzufuhrmenge für Erwachsene bei 1000 μg Folsäure, bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 1 bis 17 Jahren bei 200 μg bis 800 μg pro Tag.

Die Ursachen für einen Folsäuremangel sind vielfältig: Neben einseitiger Ernährung können auch Lebererkrankungen, schwere Verdauungsstörungen durch chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, oder verschiedene Medikamente wie die Antibabypille oder Rheumamittel dazu führen, dass zu wenig Folsäure vorhanden ist. Während einer Schwangerschaft ist der Folsäurebedarf ohnehin erhöht, daher ist es wichtig zu substituieren. Durch einen anhaltenden Mangel an Folsäure kommt es schließlich zu einer Blutarmut – einem Mangel an roten Blutkörperchen. Dieser kann mit Symptomen wie Blässe, Entzündungen der Schleimhäute, Appetitlosigkeit oder Müdigkeit einhergehen.

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