Folsäure & Jod: Nur die Hälfte ist versorgt

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Folsäure: Unerlässlich bei Kinderwunsch & Schwangerschaft

Folsäure ist die synthetisch hergestellte Form von Folat, das zur Gruppe der wasserlöslichen B-Vitamine gehört und beispielsweise in grünem Gemüse, Tomaten, Hülsenfrüchten, Vollkorn- oder Milchprodukten und Eiern enthalten ist. Allerdings ist beim Verzehr auf die unterschiedliche Bioverfügbarkeit und die entsprechenden „Folat- Äquivalente“ zu achten. Der Mikronährstoff ist ein entscheidender Cofaktor im Kohlenstoffmetabolismus und setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen – einem Pteridin-Derivat, para-Aminobenzoesäure und L- Glutaminsäure – zusammen. Weil der Körper Folat nicht selbst herstellen kann, muss der Mikronährstoff über die Nahrung aufgenommen werden.

Das Vitamin ist bei Zellteilungs- und Wachstumsprozessen von großer Bedeutung und spielt bei der Bildung der roten Blutkörperchen und der Produktion der Neurotransmitter Serotonin und Noradrenalin eine Rolle. Außerdem werden Folate bei der DNA-Synthese benötigt. In der Schwangerschaft ist der Mikronährstoff vor allem im ersten Trimenon von großer Bedeutung. „Eine Unterversorgung in den ersten Schwangerschaftswochen kann zu erheblichen Komplikationen wie einem Neuralrohrdefekt, also dem sogenannten offenen Rücken, oder auch Früh- und Fehlgeburten führen“, erklärt Doubek.

Der Verschluss des Neuralrohrs findet in der Regel gegen Ende der vierten Schwangerschaftswoche statt. Geschieht dies nicht spricht man von einem „offenem Rücken“. Studien zeigen, dass Folsäure das Risiko für einen Neuralrohrdefekt mindern kann, auch wenn die Ursachen für die Spina bifida vielfältig sind. „Eine gute Folsäureversorgung könnte viele Neuralrohrdefekte verhindern.“

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