Bewegung und Geduld: Fünf Tipps für die Rückbildung

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Berlin - Nach der Geburt wollen viele Mütter die überschüssigen Pfunde schnellstmöglich wieder loswerden und mit der Rückbildung beginnen. Dabei gibt es jedoch einiges zu beachten. Hier kommen fünf Tipps, mit denen die Rückbildung gelingt. Eine Übersicht zum Download gibt es hier.

Tipp 1: Zeit für das Wochenbett nehmen

Eine Geburt ist für Mutter und Kind anstrengend. Unmittelbar nach der Entbindung beginnt das Wochenbett, welches sechs bis acht Wochen andauern kann. Nicht umsonst wird hier auch von „Nachgeburtsphase“ gesprochen: Denn Mutter und Kind müssen sich von den Strapazen der Geburt erholen und Kräfte sammeln. Eventuelle Geburtsverletzungen wie Dammrisse haben Zeit zu heilen. Außerdem verschließt sich die Haftstelle der Plazenta an der Gebärmutter, was zur Absonderung des Wochenflusses führt.

Während des Wochenbettes stärkt sich die Bindung zwischen Mutter und Kind, außerdem entwickelt sich der Schlaf- und Trinkrhythmus des Kindes. Viele Frauen müssen sich nicht nur körperlich, sondern auch emotional auf die neue Situation einstellen. Daher ist es wichtig sowohl Mutter wie auch Kind die notwendige Zeit zu geben und Raum für das Wochenbett zu schaffen.

Tipp 2: Langsames Beckenbodentraining

Nach der Geburt hat der Körper einiges zu tun: Die Gebärmutter bildet sich zurück, der Beckenboden muss sich erholen und die Organe rutschen wieder an ihre ursprüngliche Position. Auch die Bauchmuskeln müssen sich wieder verschieben und die gesamte Muskulatur des Oberkörpers stellt sich auf die geänderte Gewichtsverteilung um. Die Rückbildung des Körpers ist also ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Mechanismen.

Um den Körper dabei zu unterstützen, können Frauen spezielle Rückbildungskurse besuchen oder auch Zuhause mithilfe gezielter Übungen Beckenboden & Co. wieder stabilisieren. Grundsätzlich gilt: Es sollte dann mit Übungen begonnen werden, wenn die Mutter sich dazu bereit fühlt. Einige Frauen starten schon im Wochenbett mit sanften Beckenboden-Übungen, andere warten mehrere Wochen ab, bevor es losgeht. Eine feste Regel gibt es nicht.

Wichtig ist jedoch, dass langsam mit entsprechenden Übungen begonnen werden sollte, um zu schauen, wie der Körper auf die Belastungen reagiert. Eine sanfte Übung, die Zuhause durchgeführt werden kann, ist beispielsweise das Anspannen, Festhalten und Loslassen des Beckenbodens. Dies kann in mehreren Etappen erfolgen, um das Gefühl für den Beckenboden wiederzuerlangen. Idealerweise wird das Beckenbodentraining in den Alltag eingebaut und regelmäßig praktiziert – das kommt dem Bindegewebe langfristig zugute. Einen Download für Pilates-Übungen für die Schwangerschafts- und Rückbildungsgymnastik von Steripharm gibt es hier.

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