Arzneimittelkriminalität

Impstoffskandal in China APOTHEKE ADHOC, 08.11.2017 15:16 Uhr

Berlin - Gepanschte Impfstoffe: Die chinesische Arzneimittelagentur (CFDA) meldete am Freitag Manipulationen an mehr als 650.000 Impfstoffdosen der Dreierkombination gegen Diphtherie, Keuchhusten und Tetanus.

Die Chargen aus den Herstellungsbetrieben Changchun Changsheng Biotechnology (Charge: 201605014-01) und Wuhan Biological (Charge: 201607050-2) erfüllen nicht den nationalen Standard für die Wirksamkeit, teilte die CFDA mit. Insgesamt wurden 653.120 Impfdosen gegen Diphtherie, Keuchhusten und Tetanus an die Seuchenbekämpfungs- und Präventionszentren an die Provinzen Shandong in Osten und Heibei im Norden sowie Chongqing einer südwestlichen Gemeinde verkauft.

In die Provinz Shandong wurden etwa 252.000 Impfdosen aus der Produktion von Changchun Changsheng Biotechnology geliefert. Etwa 400.520 Vakzine von Wuhan Biological wurden an die Gemeinde Chongqing verkauft, von denen ein Teil an die Provinz Heibei weitergegeben wurde.

Untersuchungen zufolge geht von den Impfstoffen keine toxische Gefahr aus. Ein Schaden für den menschlichen Organismus wird derzeit ausgeschlossen. Möglicherweise sind die Vakzine jedoch wirkungslos, so ein Sprecher. Die CFDA rief die betroffenen Chargen zurück und rät, die Vakzine nicht mehr zu verwenden. Gefordert wird eine Stellungnahme der Hersteller, wie es zu dem Mangel kommen konnte. Außerdem wird ein Ermittlerteam den Vorfall untersuchen und alle nicht ausgelieferten Impfstoffe der Unternehmen untersuchen. Erste Ergebnisse werden in acht Wochen erwartet.

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