Versandhandel: „Man ist halt dabei“

, Uhr

Während der Versandhandel für österreichische Apotheke eher ein Randgeschäft ist, machen die großen ausländischen Versender offenbar das große Geschäft. Aus dem Ausland agierende Anbieter wie Zur Rose, MyCare oder Shop-Apotheke schneiden sich einer Studie des Marktforschungsunternehmes QuintilesIMS zufolge den größten Umsatzkuchen ab.

Dabei würden sie auf Blockbuster wie Erkältungspräparate, Schmerz- und Nahrungsergänzungsmittel oder Diätprodukte setzen. „Hier gibt es einen aggressiven Preiskampf zwischen den Online-Händlern, da können österreichische Apotheken gar nicht mithalten“, erläuterte Martin Spatz, Österreich-Chef von QuintilesIMS gegenüber kurier.at. Er rechnet damit, dass der Versandhandelsanteil in Österreich in den nächsten Jahren auf maximal 10 Prozent steigen wird.

Eine Studie verweist auch auf „bedenkliche Entwicklungen“ im Arzneimittelversand, um den Absatz zu steigern. So verlangten viele Versender eine Mindestbestellmenge, damit versandfrei geliefert wird. Dadurch werde mehr bestellt als erforderlich und so ein Überkonsum von Arzneimittel gefördert, warnte Spatz. Viele Händler würden Kombi-Angebote im Web-Shop aktiv anpreisen. Was nicht benötigt werde, lande dann einfach im Müll.

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
„Der Betriebsablauf darf nicht gestört werden“
Angestellte abwerben: Das ist nicht erlaubt»
„Es ist schwierig, das Abwerben hinterher zu belegen“
Apotheker enttäuscht: Drei Angestellte abgeworben»
Dosierung, bedenkliche Stoffe, Preis
Retaxgefahr Rezeptur»
Rechtliche und pharmazeutische Aspekte
Grauzone: Abgabe von mehreren OTC-Packungen»