Versandhandel: „Man ist halt dabei“

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Zudem sei in Österreich die Nachfrage nach Online-Apotheken schwer bezifferbar, so Wurstbauer. Die nachbarschaftliche Versorgung mit rezeptfreien Arzneimitteln und die damit verbundene persönliche Beratung vor Ort würden für die Menschen eine wichtige Rolle spielen.

Mit dem Portal Apodirekt versuchten die Apotheker zunächst, ein eigenes „Click & Collect“-System aufzubauen. Das Prinzip: Kunden sollen Arzneimittel im Internet reservieren und dann in der Apotheke vor Ort abholen. Ohne Preisauszeichnung und Bestellmöglichkeit wurde das Vorhaben zum Flop und im Juni 2017 wieder eingestampft. „Die bloße Vorbestellung und Abholung eines Arzneimittels in der Apotheke bietet zu wenig Nutzen für den Kunden. Wir haben aus dem Click-und-Collect-System aber viel gelernt“, sagte Wurstbauer auf kurier.at.

Dennoch wolle sich die Kammer nicht gegen das Thema verschließen, versichert sie. „Wir beschäftigen uns gerade intensiv mit der Digitalisierung unserer Branche“, sagte der Kammervize. „Die Zukunft liegt in Plattformen, die für ihre Kunden branchenübergreifend auf allen Vertriebswegen individuelle Lösungen präsentieren.“ Aber auch sie könnten die Vertrauensbasis, die im Vier-Augen-Gespräch mit Apothekern herrsche, nicht ersetzen.

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