Österreich

Revolte gegen Verbandspräsident Rehak Patrick Hollstein, 15.02.2019 14:29 Uhr

Außerdem könne diese Regelung jederzeit politisch zur Diskussion gestellt werden, geben die Apotheker zu bedenken – „spätestens dann, wenn die Liberalisierungsbefürworter erkennen, dass nicht die 4200-Grenze, sondern die 500m-Grenze die eigentliche Marktzutrittsbarriere darstellt“. Sie werden der Führung „politische Naivität“ vor: „Ist einmal der Vorschlag zur Senkung der Einwohnerzahlgrenze in den politischen Prozess eingebracht, verlaufe die Gesetzwerdung für unseren Stand unkontrollierbar.“ Damit bestehe ein hohes Risiko für ungewollte Abänderungen.

Aus Sicht der Kritiker wäre allenfalls politischer Druck ein echtes Argument, das eine Abänderung des derzeitigen Systems rechtfertigen würde. Bislang sei allerdings kein namhafter Spitzenpolitiker bekannt, der den Apothekern ein solches Ultimatum gestellt habe.

Kritisch sehen die Apotheker die Kommunikationspolitik des Verbands: Im Vorstand sei der Vorschlag Ende Januar mit denkbar knapper Mehrheit angenommen worden: 27 Mitglieder hätten dafür gestimmt, 26 dagegen. Da habe Rehak noch im Herbst bei einer Vorstandssitzung erklärt, dass er bei sich abzeichnender Uneinigkeit das Thema nicht weiterverfolgen werde. Stattdessen habe er noch am selben Tag seinen stellvertretenden Verbandsdirektor ins Ministerium geschickt, ohne den Beschluss der Kammer abzuwarten.

„Wir müssen ernsthaft bezweifeln, ob einige Spitzenfunktionäre des Österreichischen Apothekerverbandes sich dessen bewusst sind, dass sie unsere Interessenvertreter sind“, heißt es in dem Schreiben des Apotheker-Clubs. Die Kritiker forderten die Kollegen auf, sich per Mail an den Verband zu wenden und damit „jene Vorstandsmitglieder zu unterstützen, die versuchen zu retten, was vielleicht noch zu retten ist“.

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