Sanofi verklagt Start-up

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Berlin - Der Pharmakonzern Sanofi-Aventis hat das österreichische Start-up-Unternehmen Diagnosia auf Ruf- und Kreditschädigung verklagt, weil in dessen Datenbank Risiken zu einem Schmerzmittel des Konzerns aufgelistet werden. Das berichtet die österreichische Tageszeitung „Die Presse“. Aus der für Dienstag anberaumten Gerichtsverhandlung wurde allerdings nichts.

Hintergrund: Der Wirtschaftsinformatiker Marco Vitula und der Mediziner Lukas Zinnagl hatten 2001 die Firma Diagnosia gegründet. Das Wiener Start-up bietet ein Arzneimittel-Sicherheitssystem für Krankenhäuser und Ärzte an. Dabei werden in einer Datenbank Wechselwirkungen von Medikamenten ausgewiesen. Gut 600 Ärzte und 16 Krankenhäuser in Österreich nutzen die Datenbank. Darin aufgelistet: das Schmerzmittel Novalgin (Metamizol), das von Sanofi vertrieben wird.

Im Oktober 2014 hatte Sanofi Diagnosia laut Bericht aufgefordert, die aufgeführten Wechselwirkungen von Metamizol zu streichen. Zudem habe Sanofi verlangt, Internet-Nutzer, Ärzte und Krankenhäuser über die „Richtigstellung“ zu verständigen und einen entsprechenden Artikel in der „Apothekerzeitung“ zu veröffentlichen.

Diagnosia habe der Forderung nicht entsprochen und am 23. Dezember eine Klage auf Ruf- und Kreditschädigung erhalten, so die Tageszeitung weiter. Der Streitwert belaufe sich auf rund 20.000 Euro. Sanofi habe außerdem im Januar eine einstweilige Verfügung verlangt, die jedoch abgewiesen wurde. Am Dienstag habe nun eine Gerichtsverhandlung stattfinden sollen, die jedoch „auf unbestimmte Zeit“ verschoben wurde. Sanofi wollte sich auf Nachfrage nicht zu dem laufenden Verfahren äuße

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