Österreich: Hausarzt wird Gesundheitsminister

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Bei der Apothekerschaft scheint der neue Gesundheitsminister mit seiner Vita gut gelitten zu sein. „Mit Dr. Mückstein zieht ein praxiserfahrener, fachlich kompetenter Allgemeinmediziner in die Bundesregierung ein“, lobt ihn Apothekerkammerpräsidentin Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr. „Angesichts der Corona-Pandemie und der anderen großen Herausforderungen im Gesundheitsbereich kommt einer weiterhin engen Kooperation zwischen Apothekerkammer und Gesundheitsministerium besondere Wichtigkeit zu.“

Auch ihr Vize Raimund Podroschko verbindet mit ihm hohe Erwartungen für den eigenen Berufsstand: „Dr. Mückstein ist ein Kenner unseres Gesundheitssystems, er hat auch dem aktuellen Regierungsprogramm seinen Stempel aufgedrückt. Ich begrüße seine Absicht, die nicht-ärztlichen Gesundheitsberufe weiter aufzuwerten.“ Mückstein hatte 2018 bereits für die Grünen an den Verhandlungen zum Koalitionsvertrag teilgenommen. Im vergangenen Herbst war er maßgeblich an der Ausarbeitung der österreichischen Teststrategie beteiligt und soll auch eine Rolle bei der österreichischen Impfstrategie gespielt haben.

Die Anfrage, das Amt von Anschober zu übernehmen, sei eine schwere Entscheidung gewesen, erklärte Mückstein am Dienstag, „aber ich möchte mithelfen, dass wir alle miteinander so gut wie möglich durch diese Pandemie kommen und die Krise bewältigen“. Anschober wiederum wolle die Zeit nun nutzen, um gesund zu werden. Was danach komme, wisse er noch nicht, aber er erwäge, seine 18 Jahre Regierungserfahrung auf Bundes- und Landesebene für ein eigenes Projekt zu nutzen: „Irgendwann möchte ich meinen Traum verwirklichen und meinen ersten politischen Roman schreiben.“

 

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