Nationalrat beschließt neues Apothekengesetz

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„Die Bedarfsregelung und die daraus resultierende flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln und Gesundheitsdienstleistungen ist ein österreichisches Erfolgsmodell und hat sich seit Jahrzehnten bewährt“, sagte auch Dr. Hans Steindl, Geschäftsführer der Österreichischen Apothekerkammer.

Dass die Bedarfsregelung funktioniere, belege die Entwicklung der Anzahl und die „geographisch sinnvolle“ Verteilung der neuen Apotheken in Österreich. So habe sich in den vergangenen 30 Jahren die Anzahl der Apotheken von 918 auf 1368 um 450 erhöht. Die Hälfte aller Apotheken soll auf die ländlichen Regionen oder Kleinstädte entfallen. „Der Fortbestand der Bedarfsregelung ist im Hinblick auf die gute, flächendeckende Versorgung der Österreicherinnen und Österreicher mit Arzneimitteln und Gesundheitsdienstleistungen erforderlich und sinnvoll“, verteidigt die Apothekenkammer die bestehende Bedarfsplanung.

Neben der Frage der Neukonzessionen gab es in den vergangenen Jahren auch heftige Diskussionen um Regelungen für die ärztlichen Hausapotheken. Dabei ging es vor allem um Kilometerabstandsgrenzen und Nachfolgeregelungen für Allgemeinmediziner mit Hausapotheken. So kämpfen beispielsweise derzeit zwei Ärzte im niederösterreichischen St. Veit an der Gölsen gegen die Eröffnung einer öffentliche Apotheke. Nachdem die Bezirkshauptmannschaft Lilienfeld die umstrittene Apotheke genehmigt hat, wollen sie nun vor das Landesverwaltungsgericht ziehen.

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