Mundipharma: Eigentümerfamilie schafft eine Milliarde beiseite

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Ursprünglich wollten die Behörden und Bundesstaaten im Rahmen des Vergleichs rund 12 Milliarden Dollar an Schadenersatzgeldern von Purdue und den Sacklers erhalten. Die Verantwortlichen haben die Summe aber auf 10 Milliarden herunterverhandelt. Am Wochenende hat Purdue der Vereinbarung gemäß Insolvenz beantragt.

Der Mundipharma-Mutterkonzern Purdue hatte sich vergangene Woche im Streit über seine Mitverantwortung für die Opioid-Krise mit mehr als 2000 Kommunen, Bundesstaaten und Krankenhäusern auf einen Vergleich verständigt. Neben den Zahlungen wurde beschlossen, dass Purdue Insolvenz anmeldet und dann unter dem Dach einer Treuhandgesellschaft den Betrieb wieder aufnimmt. Das umstrittene Opioid-Schmerzmittel Oxycontin soll dann weiter produziert und vertrieben werden, die Erlöse aber in die Entschädigung Betroffener fließen.

Teil der Vereinbarung ist auch, dass die Sacklers das internationale Geschäft samt seiner Tochtergesellschaften abstoßen – darunter Mundipharma aus Frankfurt. Der Washington Post zufolge soll für Mundipharma ein Preis von mindestens 1,5 Milliarden Dollar verlangt werden. Mehrere an dem Vergleich beteiligte Staatsanwälte würden diese Summe als Vorauszahlung der Sacklers für den Posten verlangen. Wann der Verkauf über die Bühne gehen soll und wer zum Kreis der möglichen Käufer gehört, stehe aber noch nicht fest.

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