Keine Zwangsmittagspause mehr für Apotheken

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Ein besonderes umstrittenes Thema ist die Beschneidung der Macht von Großhändlern. Denn in Österreich ist Fremdbesitz zwar verboten, allerdings sind Minderheitsbeteiligungen von bis zu 49 Prozent erlaubt. Bei rund 200 der insgesamt 1370 Apotheken in Österreich gibt es solche Konstruktionen; oft ist der Großhandel an Bord. Üblicherweise werden diese Apotheken als KG betrieben: Der Apotheker haftet als Komplementär, der Investor ist als Kommanditist am Kapital beteiligt.

Allerdings dürfen Apotheker in Österreich zehn Jahre lang sogar 75 Prozent der Anteile an ihrer Apotheke in fremde Hände geben. Beim Verband weiß man von Betrieben, bei denen kurz vor Ablauf der Frist der Inhaber wechselte, der Großhändler als Mehrheitseigentümer aber derselbe blieb. Nicht selten seien es Pensionisten, die sich für solche Strohmannkonstrukte hergäben, heißt es.

Die Apotheker haben dem Ministerium deshalb vorgeschlagen, künftig die Beteiligung Dritter an Apotheken auf 49 Prozent zu beschränken. Die Einstiegsklausel soll komplett gestrichen werden – der Konzessionär müsste dann von Anfang an 51 Prozent der Anteile an einer Apotheke halten. Ein Apotheker, der bei der Bank einen Kredit über 25 Prozent der Apotheke bekommt, erhalte aber auch einen für den zukünftig erforderlichen Anteil von 51 Prozent, heißt es dazu aus der Apothekerkammer.

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