Impfung in Apotheken immer beliebter

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Ein anderes Problem sieht Roth bei der Koordination der Behandlungen am Patienten. So sei es beispielsweise problematisch, nach einem Verlust des Impfausweises nachzuvollziehen, welche Impfungen der Patient hatte. Roth warnte außerdem davor, dass bei einer Grippe-Pandemie der Impfstoff an die Falschen abgegeben würde und ausgehen könnte. „Die Gesunden lassen sich in der Apotheke impfen, und für die Kranken, die den Impfstoff dringend brauchen, reicht es nicht mehr“, sagte er der Regionalzeitung.

Die Apotheker sehen das anders. Daniel Wechsler vom Apothekerverband des Kantons Bern erkennt kein Problem darin, dass der Tarif in der Apotheke günstiger ist als beim Arzt. Denn gesunde Erwachsene könnten sich die Grippeimpfung ohnehin nicht von der Krankenkasse bezahlen lassen. Für sie sei der niedrigere Preis also gut. Wechsler glaubt, dass sie sich in der Apotheke denn auch eher impfen lassen, als wenn sie einen Termin beim Arzt vereinbaren müssen. „So können wir die Impfrate erhöhen und das Risiko einer Epidemie vermindern“, sagte er im Bericht.

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