Arkansas: Hinrichtung trotz McKesson-Klage

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Das „Innocence Project“, ein Netzwerk, das sich der Entlastung von mutmaßlich zu unrecht verurteilten Häftlingen durch DNA-Beweise widmet, teilte in der Nacht mit: „Die Entscheidung von Arkansas, die Hinrichtung von Herrn Lee hastig durchzudrücken, weil der Vorrat an tödlichen Medikamenten am Ende des Monats abläuft, hat ihm die Gelegenheit für DNA-Tests verwehrt, die seine Unschuld hätten beweisen können.“

Die Hinrichtung war wiederholt ausgesetzt worden. Der gerichtliche Streit zog sich bis in die Nacht hin. Eine Bezirksrichterin hatte am Mittwoch eine einstweilige Verfügung gegen den Gebrauch des Mittels Vecuronium erlassen, das ebenfalls Teil des Giftcocktails ist. Die Richterin war einer Klage des Pharmahändlers McKesson gefolgt: Er hatte dem US-Staat vorgeworfen, beim Kauf vorgetäuscht zu haben, das Vecuronium zu medizinischen Zwecken benutzen zu wollen.

Das höchste Gericht des Staates hob das Verbot der niedrigeren Instanz nur wenige Stunden vor dem geplanten Exekutionstermin auf. Schließlich prüfte der Oberste Gerichtshof der USA den Fall, lehnte aber eine Aussetzung der Vollstreckung ab.

„Heute Abend ist das rechtmäßige Urteil einer Geschworenen-Jury, das über Jahrzehnte von den Gerichten bei Anfechtung bestätigt wurde, ausgeführt worden“, teilte die Generalstaatsanwältin von Arkansas, Leslie Rutledge, auf Twitter mit. Die Familie des Mordopfers habe 24 Jahre lang auf Gerechtigkeit gewartet.

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