Fentanyl für Todesspritzen – US-Experten warnen

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Doch Kritiker werfen ein, dass auch eine solche Hinrichtung mit Qualen verbunden sein könnte. Der 47-jährige Scott Dozier, der schon im November als erster mit dieser Methode hingerichtet werden sollte, sollte zunächst Valium, dann Fentanyl und schließlich ein Muskel-lähmendes Medikament erhalten. Doch ein Gericht stoppte seine Hinrichtung.

„Wenn die ersten beiden Mittel nicht wirken wie geplant oder wenn sie falsch gespritzt werden, was schon in so vielen Fällen passiert ist, dann ist man wach und bei Bewusstsein, versucht verzweifelt zu atmen, ist aber vollkommen unfähig, sich zu bewegen“, sagt Mark Heath, Anästhesist der Columbia University. Beobachter würden von diesem Todeskampf noch nicht einmal etwas mitbekommen.

Ähnliche Befürchtungen gibt es für die geplante und ebenfalls verschobene Hinrichtung von Jose Sandoval in Nebraska. Ihm soll als zusätzliches viertes Präparat ein Mittel zum Herzstillstand verabreicht werden (Kaliumchlorid), das auch zu inneren Verbrennungen führt.

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