Eine Spritze für vier Millionen Dollar

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Michel Romanens, Arzt und Projektleiter beim Verein Ethik und Medizin sagte in einem Interview, dass die Kosten für die Krankenversicherungen und die Prämienzahler tragbar seien. Denn schließlich gehe es nur um eine Handvoll Fälle pro Jahr. Er forderte allerdings auch größere Transparenz in der Pharmaindustrie: „Novartis muss beispielsweise genau darlegen, wie es dazu kommt, dass ihre Behandlung vier Millionen Franken kostet und wie hoch ihre Marge ist“, sagte er.

Auch die Medizinethikerin Ruth Baumann-Hölzle fordert in einem Bericht des Zeitung Der Bund von der Pharmaindustrie Preistransparenz. Die Gentherapie sei ein Beispiel, warum gesellschaftlich akzeptierte Schwellenwerte für medizinische Behandlungen festgelegt werden müssten. Eine öffentliche Debatte sei dringend nötig, denn die hohen Preise der neuen Krebstherapien und der personalisierten Medizin werde das Krankenversicherungssystem in den nächsten Jahren stark fordern.

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