Arzneimittelsucht

Apothekerin schreibt Ratgeber für Eltern

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Für Jugendliche sei es heutzutage gar nicht schwer, an der Schule oder auf Partys an illegale Medikamente zu gelangen. Aber nicht jeder wisse, dass viele Teenager ihre ersten Opioide in den eigenen vier Wänden kennenlernen. „Eine leicht zugängliche Dose mit Pillen, die für ein anderes Familienmitglied verschrieben worden sind, kann Neugierige zum Experiment einladen. Sie glauben, dass die Medikamente ungefährlich sind, weil sie ja von einem Arzt verschrieben wurden.“

Dattanis Appell an den Nachwuchs: „Gib der Versuchung nicht nach, verschreibungspflichtige Arzneimittel auszuprobieren, die auf dem Küchentisch herumliegen.“ Eltern seien gehalten, Rx-Medikamente an abschließbaren oder unzugänglichen Orten aufzubewahren. „Bringen Sie überflüssige Tabletten zurück in die Apotheke. Bewahren Sie niemals im Arzneimittelschrank für einen späteren Gebrauch auf!“

Doch auch ein Schmerzmittel, das vom Arzt verschrieben und einem Apothekenmitarbeiter ausgehändigt werde, sei nicht automatisch sicherer als illegale Drogen von der Straße, mahnt die Pharmazeutin. „Sie können genau so süchtig machen. Binnen weniger Tage gewöhnt sich der Körper, es kann sein, dass du zweimal so viel von dem Opioid brauchst als ursprünglich verschrieben, um den Schmerz in Schach zu halten.“ Auch hier gebe sie den Jugendlichen einen dringenden Rat: „Wenn dir Schmerzmittel verschrieben werden, dann führe ein ausführliches Gespräch mit dem Arzt und deinen Eltern.“ Ein weiteres Gespräch mit dem Apotheker könne helfen, die Risiken und Nebenwirkungen von Opioiden zu verstehen.

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