Apotheke „Fleur de Vie“: Natürlich digital

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Die vielleicht innovativste von ihnen ist das digitale Regal, ein mehrere Quadratmeter großer Touchscreen an der Wand. Die Apotheker oder PTA können dabei selbst wählen, welche Produkte angezeigt werden, oder einfach vorgefertigte Menüs für ein jeweiliges Indikationsgebiet laden. „Kommt ein Patient und sagt, er hat Kopfschmerzen, reicht ein Klick und im Regal vor ihm steht ein breites Sortiment an möglichen Mitteln, zu denen wir ihn dann beraten können“, erläutert Miermont. „Das ist nicht nur sehr nützlich für die Beratung, sondern auch sehr bequem für die Mitarbeiter, denn wir müssen das Regal weder nachfüllen noch sauber machen. Und es kann mehr Produkte anzeigen, als man in ein echtes füllen könnte.“

Hat sich der Kunde dann entschieden, wird es aber auch nicht komplizierter: Durch eine Berührung des jeweiligen Produkts auf dem Touchscreen schickt man nämlich den Roboter los. Im Hintergrund arbeiten gleich zwei Rowa und lassen die gewünschte Packung Sekunden später unter dem Bildschirm in eine Luke fallen. Wer vor der Produktwahl mehr Konsultation braucht, kann sich in einen der vier abgetrennten Beratungszimmer versorgen lassen. Die befinden sich in der Mitte der Apotheke unter der namensgebenden Lebensblume.

Doch nicht nur individuelle Beratung gehört zum Angebot, sondern auch Konferenzen und Infoveranstaltungen – und auch hier hat Stouffs sich nicht lumpen lassen, denn die finden in einer futuristisch anmutenden Plexiglaskuppel statt. Wie überall in der Offizin auch hier sichtbar: die Lebensblume, ein aus 19 gleichmäßig angeordneten Kreisen zusammengesetztes Symbol für den Schöpfungszyklus. Die ist laut Miermont mehr als nur ein Logo: „Es gibt hier eine Menge Spiritualität in der Apotheke, denn Herr Stouffs ist ein sehr philosophischer Mensch.“

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