Wimpern und Augenbrauen: Schützende Sensibelchen

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Berlin - Die Augen stellen in der Kosmetik einen besonderen Bereich dar: Nicht umsonst soll die Partie bei vielen Produkten ausgespart werden. Doch nicht nur die Augen selbst sind empfindlich, auch Wimpern und Augenbrauen müssen entsprechend beachtet werden, damit sie ihre Schutzfunktion ausüben können. Falsche Pflege, künstliche Wimpern oder andere vermeintliche Schönheitstipps bringen jedoch Gefahren mit sich, die Schutzfunktion beeinträchtigen können – im schlimmsten Fall drohen Infektionen. Die richtige Pflege von Wimpern und Augenbrauen ist daher unabdingbar.

Eigentlich dienen die Wimpern vor allem zum Schutz: Die dünnen, gebogenen Haare befinden sich an den oberen und unteren Augenlidern, wo sie das Auge vor Fremdkörpern, Schmutzpartikeln und Staub schützen. Kommt etwas mit den Wimpern in Kontakt, wird sofort ein Schutzreflex ausgelöst und das Auge wird geschlossen, um es vor dem Eindringen des Fremdkörpers und dadurch mögliche Schäden zu schützen. Die Augenbrauen unterstützen diese Funktion, indem sie das Auge vor dem Eindringen von Schweiß und Flüssigkeiten bewahren. Außerdem stellen die Wimpern einen Sonnenschutz dar: Denn durch die Haare trifft das Sonnenlicht nie direkt in die Augen – sie wirken also wie eine Art Markise für die Augen. Auch starke Zugluft kann durch die Wimpern abgebremst und zu den Seiten des Auges umgeleitet werden. Dadurch wird ein Austrocknen der Augen verhindert.

Durchschnittlich besitzt jeder Mensch mehr als 400 Wimpern. Am Oberlid können sie eine Länge von zwölf Millimetern erreichen, am Unterlid befinden sich weniger Wimpern, außerdem sind sie hier nur etwa acht Millimeter lang. Zum Großteil bestehen die Wimpern aus dem Faserprotein Keratin, welches sich auch in den Fuß- und Fingernägeln finden lässt. Wimpern unterliegen – ähnlich wie Haare – einem ständigen Zyklus: Nach etwa vier bis sechs Wochen lockern sie sich und fallen aus. Die neuen Wimpern sind dann bereits vorhanden und übernehmen die Schutzaufgabe der alten Wimpern.

Wimpern sollen nicht nur schützen

Im Laufe der Jahre ist neben der Schutzwirkung auch immer mehr der Schönheitsaspekt der Wimpern und Augenbrauen in den Fokus gerückt: Lange, volle Wimpern gelten als schön und weiblich. Um diesem Ideal zu entsprechen, gibt es immer wieder Tipps und Tricks, die jedoch ihre Risiken mit sich bringen. So gibt es beispielsweise seit einigen Jahren Berichte über die Wirkstoffe Bimatoprost und Tafluprost, die für ein starkes Wimpernwachstum sorgen sollen. Beide zählen eigentlich zu den Prostaglandin-Analoga und werden gegen erhöhten Augeninnendruck bei Grünem Star eingesetzt. Anwender hatten über den Nebeneffekt des verstärkten Wimpernwachstums berichtet. Doch dieser ist nicht ohne unerwünschte Nebenwirkungen: Anwender berichteten über juckende Augen, verfärbte Augenlider und sogar über Verfärbungen der Iris.

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