Update: Dyshidrose

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Berlin - Pickel und Stippen an den Handinnenflächen mit Juckreiz – und der Hautarzt kann keinen Auslöser feststellen? Nicht selten handelt es sich hierbei um ein dyshidrotisches Ekzem. Die Dyshidrose wird von vielen Betroffen erst einmal im Selbstversuch behandelt – nicht selten falsch. Die Spätfolge können Superinfektionen sein. Immer häufiger wird Stress als Ursache angegeben.

Die Bläschen sehen häufig eher aus wie kleine Stippen. Oftmals sind sie heller als die Umgebungshaut und weisen einen kleinen schwarzen Punkt in der Mitte auf. Auch an den Füßen kann der Ausschlag auftreten, doch am häufigsten sind die Hände betroffen. Erkranken können generell alle Menschen, egal wie alt. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Darüber hinaus klagen einige Betroffen ausschließlich über Beschwerden in den Sommermonaten. Andere berichten von Schüben während Stresssituationen. Und auch jetzt während der Pandemie berichten mehr Menschen über Ausschläge an den Händen. Seife und Alkohol haben bei vielen Betroffenen die Hautbarriere stark geschädigt. Nicht selten kann es da auch zur Ausbildung eines dyshidrotischen Ekzems kommen.

Besonders häufig von Dyshidrose betroffen sind Atopiker. So leiden Neurodermitiker häufiger unter den Bläschen als andere Menschen. Neben allergischen Reaktionen und psychogenen Reaktionen kann es auch nach der Einnahme bestimmter Medikamente zur Dyshidrose kommen, allen voran Penicillin und Immunglobuline. Auch ein Zusammenhang mit Pilzinfektionen wird diskutiert. So kann das dyshidrotische Ekzem als Fernreaktion auf mikrobielle Antigene auftreten. Beispielsweise bei einer Dermatophyten-Infektion (Tinea).

Der Verlauf kann akut oder chronisch sein. Einige Betroffene leiden wiederholt an den Symptomen. Der starke Juckreiz kann dazu führen, dass die betroffenen Hautstellen wiederholt aufgekratzt werden. Da die Hände stets in Benutzung sind, haben Keime leichtes Spiel. Einmal entzündet, bekommen die Betroffenen die Infektion schlecht unter Kontrolle. Je nachdem, welche Erreger in die Haut eingedrungen sind, kann eine antibiotische Therapie angezeigt sein. Bei Sekretabgabe, starken Rötungen am Rande der Pickel und steigenden Schmerzen sollte ein Dermatologe aufgesucht werden.

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