Vorbereitung und Anwendungstipps

Selbstbräuner: Bräune aus der Tube

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Berlin -

Leicht gebräunte Haut gilt als schön und gesund. Da jedoch im Alltag oft nicht genug Zeit bleibt, um in der Sonne einen goldigen Teint zu erhalten, helfen viele Menschen nach und greifen zum Selbstbräuner. Bei der Anwendung gibt es jedoch einiges zu beachten.

Die Bräune aus der Tube beruht auf verschiedenen Inhaltsstoffen: Meist ist ein synthetisches Zuckermolekül – Dihydroxyaceton (kurz: DHA) – enthalten. Diese körpereigene Substanz fällt normalerweise im Kohlenhydratstoffwechsel als Zwischenprodukt an. Auf die Haut aufgetragen, reagiert sie mit den Proteinen und Aminosäuren der obersten Hautschicht. Da viele jedoch gegen die Substanz resistent sind, kommt oft auch ein biotechnisch hergestellter Zucker aus Pflanzen zum Einsatz, der ähnlich wirkt – die sogenannte Erythrulose. Diese gilt als besser hautverträglich und chemisch stabiler.

Durch die Anwendung der Substanzen wird die Haut schließlich braun gefärbt: DHA reagiert mit dem Keratin der Haut und bildet melaninähnliche Farbstoffe, die sogenannten Melanoidine. Die vollständige Tönung der Substanz tritt nach etwa sechs bis neun Stunden auf, nach zwei bis vier Tagen verblasst sie jedoch wieder. Erythrulose soll insgesamt eine gleichmäßigere Bräunung erzielen, der Vorgang findet jedoch langsamer und weniger intensiv statt. Manchmal werden daher auch Kombinationen aus beiden Substanzen verwendet.

Vorbereitung ist das A und O!

Oft tritt unmittelbar nach der Anwendung eine fleckige Bräune auf. Diese kann vermieden werden, indem die Haut richtig auf die Behandlung vorbereitet wird: Denn bevor ein Selbstbräuner aufgetragen wird, muss die Haut unbedingt von abgestorbenen Hautschüppchen befreit werden. Dazu eignet sich ein ölfreies Peeling, welches auf die gewünschten Hautstellen aufgetragen und einmassiert wird. Nur dann kann die Bräune gleichmäßig werden. Beim Auftragen auf die Beine ist zudem eine vorherige Enthaarung notwendig, um alle Härchen zu beseitigen.

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