Berlin -

Der Frühling ist bald vorbei und es dauert nicht mehr lange, bis die Sandalen-Saison startet. Nach den langen Wintermonaten bedeutet dies vor allem Fußpflege: Die Hornhaut muss entfernt werden, die Nagelhaut wird zurückgeschoben und der alte Lack weicht einer neuen frischen Farbe. Für einige Menschen hat Fußpflege nicht nur einen ästhetischen Effekt: Diabetiker oder Menschen mit Fehlstellungen müssen aus gesundheitlichen Gründen ein besonderes Augenmerk auf ihre Füße legen.

Wer offene Schuhe trägt, der möchte gepflegte Füße präsentieren. Für die meisten Menschen störend: Hornhaut. Bei Hornschwielen, fachsprachlich Tylosis, handelt es sich um verdickte, trockene Hautflächen. An den Füßen sind meist Fersen und Fußsohlen betroffen. Der Aufbau der Hornhaut dient als Schutz der darunter gelegenen Zellschichten und entsteht meist durch Druck, übermäßige Belastung oder Reibung. Bei vielen Menschen ist die Ausbildung von Hornschwielen bei beiden Füßen unterschiedlich – hier liegt der Verdacht einer unterschiedlichen Fußstellung nahe. Auch zu enges Schuhwerk kann die Hornhautbildung begünstigen. Eine plötzliche starke Aktivitätssteigerung kann ebenfalls zu Hautverdickungen führen, als Beispiel ist hier der Wanderurlaub zu nennen.

Um Hornhaut vorzubeugen, sollten die Füße regelmäßig mit speziellen Salben eingecremt werden. Ein Stoff eignet sich besonders gut zur sanften Aufweichung von verhornter Epidermis: Harnstoff – der natürliche Feuchthaltefaktor bindet Wasser und weicht die betroffenen Stellen auf. Ein Voranschreiten der Verhornung kann, bei regelmäßiger Anwendung, ebenfalls unterbunden werden. Aufgetragen werden sollte die Creme morgens und abends auf die zuvor gereinigten Füße und Fersen. Leichtes einmassieren kann den Effekt steigern. In Kombination mit pflanzlichen Ölen wird die Regeneration von beanspruchten Füßen gefördert. Zusätzliche Inhaltsstoffe wie Dexpanthenol oder Vitamin E können die Haut dauerhaft wieder in ihr natürliches Gleichgewicht bringen und unterstützen zusätzlich bei der Zellregeneration.

Spezielle Hornhaut-Reduziercremes arbeiten die Hornhaut Schritt für Schritt ab. Die Anwendung sollte zweimal täglich erfolgen, erste Ergebnisse sind bereits nach circa zwei Wochen sichtbar. Bei diesen Cremes ist es wichtig, dass sich nach der Anwendung die Hände gewaschen werden. An anderen Stellen am Körper könnte es zu Hautreizungen kommen. Für Kinder sind solche Produkte nicht geeignet. Kinder, die unter starker Hornhautbildung neigen, sollten die Ursache ärztlich abklären lassen – womöglich liegt eine starke Fußfehlstellung vor, sodass der Arzt orthopädische Schuheinlagen verordnen muss.

Fußmasken – der neueste Trend

Um die Füße über einen längeren Zeitraum mit Salbe, Cremes und Konzentraten in Berührung zu bringen, haben einige Hersteller eine Fußmaske auf den Markt gebracht. Hinter diesem neuen Produkt versteckt sich eine Art Einmalsocken getränkt mit wertvollen Inhaltsstoffen. Das Konzentrat wird auf die sauberen Füße aufgetragen, die Nägel sollten unlackiert sein. Danach werden die beiliegenden Socken angezogen und für maximal 90 Minuten anbehalten. Danach wird das überschüssige Produkt mit einem Tuch abgenommen und die Füße mit Wasser und Seife gereinigt. Bei der Abgabe in der Apotheke sollten einige Hinweise zur Anwendung gegeben werden:

  • Das Produkt hat keinen Sofort-Effekt – die Wirkung setzt nach ungefähr drei Tagen ein und ist nach 14 Tagen abgeschlossen.
  • Die sich lösende Haut sollte nicht gewaltsam entfernt werden – mit der Zeit löst sie sich von alleine.
  • Auch auf der Fußoberseite kann es zu einem Schälprozess kommen – es handelt sich nicht um eine Allergie auf das Produkt.
  • Die Maske sollte maximal einmal monatlich angewendet werden
  • Diabetiker und Menschen mit anderen Stoffwechselstörungen sollten die Maske nur nach Rücksprache mit ihrem Arzt anwenden.
  • Während des Schälprozesses ist eine erhöhte UV-Strahlung zu vermeiden

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