Vitiligo: Wenn der Haut die Pigmente fehlen

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Berlin -

Helle Flecken auf dunkler Haut: Die Vitiligo macht sich durch eine Depigmentierung der Haut bemerkbar. Nun ist erstmals im deutschsprachigen Raum eine Leitlinie zur Diagnose und Behandlung der chronischen Hauterkrankung erschienen. Diese gibt nicht nur Empfehlungen für die aktuelle Situation, sondern auch einen Ausblick auf künftige Therapien.

Unregelmäßigkeiten im Hautbild wie Pigmentflecken werden oft als störend empfunden. Bei der „Weißfleckenkrankheit“ handelt es sich um eine chronische Hauterkrankung, bei der es zu hellen, scharf begrenzten Flecken kommt. Diese kommen zustande, weil der Haut das Pigment Melanin verloren geht und nicht mehr ausreichend gebildet wird. Die Flecken können in Größe, Form und Ausbreitung sehr unterschiedlich sein.

Mehr als „nur“ Pigmentflecken

Die Ursachen der Vitiligo sind bislang nicht vollständig geklärt. Es wird unter anderem von einer genetischen Veranlagung und Fehlregulationen des Immunsystems ausgegangen. Das Fortschreiten der Erkrankung kann daher individuell sehr unterschiedlich sein. Am besten lässt sich die Vitiligo behandeln, wenn sie in einem frühen Stadium erkannt wird. Eine Heilung ist aktuell nicht möglich, allerdings kann ein Fortschreiten verhindert werden.

Das Problem ist weit mehr als nur kosmetischer Natur. Denn die Betroffenen können auch psychisch unter dem Erscheinungsbild ihrer Haut leiden und Folgeerkrankungen wie Depressionen entwickeln. Bisher herrschte viel Unsicherheit bei der Diagnose und Therapie, denn für Dermatolog:innen gab es keine klaren Leitlinien und Handlungsempfehlungen. Die im Sommer erschienene Leitlinie schließt nun diese Lücke.

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