Gefährliche Zellschäden: Was passiert bei Sonnenbrand?

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Berlin - Nach einem ausgedehnten Sonnenbad erscheint die Haut plötzlich warm und gerötet. Einen Sonnenbrand hat fast jeder schon einmal im Leben gehabt. Doch was genau passiert eigentlich im Körper, wann sollte der Gang zum Arzt erfolgen und welche Spätfolgen drohen?

Trotz hohem Sonnenschutz lässt sich ein Sonnenbrand nicht immer vermeiden, denn die UV-Strahlung wird immer aggressiver. Bei bewölktem Himmel oder am Wasser wird die Stärke der UV-Strahlung zudem häufig unterschätzt. Auch die Einnahme bestimmter Medikamente kann die Haut empfindlicher machen. Vor allem die sogenannten Sonnenterrassen, zu denen Nasenrücken, Wangen, Lippen, Ohren, sowie Kopfhaut, Nacken und Schultern gehören, sind häufig intensiver Sonnenstrahlung ausgesetzt und daher empfänglich für Sonnenbrand. Es gilt daher diese Körperpartien besonders gut zu schützen.

Verantwortlich für den Sonnenbrand ist die kurzwellige und energiereiche UVB-Strahlung. Je höher die Sonne steht, umso intensiver ist die Strahlung. Die Mittagsstunden sind daher besonders kritisch und sollten nach Möglichkeit nicht in der prallen Sonne verbracht werden – nicht umsonst herrscht während dieser Zeit in südlichen Ländern die Siesta.

Bei einem Sonnenbrand reagiert die Haut mit der Ausschüttung verschiedener Botenstoffe auf die Belastung mit UV-Strahlen. Es kommt zu einer akuten Entzündung: Die Hautzellen setzen unter anderem Histamin, Prostaglandin und Interleukin frei. Dadurch werden die Blutgefäße erweitert und es kommt zur klassischen Rötung der Haut, dem sogenannten Erythem. Außerdem zeigt sich die Schädigung durch einen brennenden Schmerz.

Da die Reaktion nicht unmittelbar direkt stattfindet, tritt ein Sonnenbrand zeitverzögert, etwa drei bis sechs Stunden nach Sonnenexposition auf. Nach 12 bis 24 Stunden erreicht er seinen Höhepunkt und klingt danach – je nach Schweregrad innerhalb von ein bis zwei Wochen wieder ab.

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