Startschuss für die Pollensaison

Allergien: Die Haut leidet mit Cynthia Möthrath, 11.03.2021 13:00 Uhr

  • Allergische Haut quält gleich doppelt: Neben dem Erscheinungsbild macht Betroffenen häufig auch massiver Juckreiz zu schaffen. Foto: Orawan Pattarawimonchai/shutterstock.com
Berlin -

Wenn es in der Nase kribbelt und die Augen jucken, dann ist klar – die Allergiezeit hat begonnen. Doch häufig leidet auch die Haut unter verschiedenen Allergenen. Oft werden Juckreiz und Ausschläge allerdings nicht direkt mit einer Allergie in Zusammenhang gebracht. Die gereizte Haut ist besonders sensibel und benötigt eine spezielle Pflege.

Die Haut ist unser größtes Organ – kein Wunder also, dass auch sie auf verschiedenste Allergene und Triggerfaktoren reagieren kann. Zu den bekanntesten zählen Pollen, Tierhaare und Hausstaub, aber auch andere Stoffe können zu Irritationen führen. Zugrunde liegt dabei eine Überreaktion des Immunsystems: Kommen die Allergene mit der Haut in Kontakt registriert der Körper sie als „Eindringling“. Die Folge: Das Immunsystem wird aktiviert und läuft auf Hochtouren.

Allergene als Feind

Damit der potenzielle Feind effektiv bekämpft werden kann, weiten sich die Blutgefäße, wodurch es äußerlich zu einer Rötung der Haut kommt. Abwehrzellen werden zu den betroffenen Arealen transportiert, um die Allergene unschädlich zu machen. Außerdem werden verschiedene Botenstoffe ausgeschüttet, die zu den typischen Symptomen einer allergischen Reaktion führen: Die Haut juckt, kann kleine Pusteln und Quaddeln bilden und rötet sich.

Für Betroffene sind diese Beschwerden besonders unangenehm, denn sie sehen nicht nur unschön aus – auch der Juckreiz kann quälend sein und den Alltag beeinträchtigen. Oftmals endet jeder Versuch der Haut etwas Gutes zu tun in weiteren Irritationen, denn allergische Haut ist extrem empfindlich und sensibel. Es gilt daher eine passende Pflege zu finden, die nicht zusätzlich reizt.

Durch die Allergie kommt es meist auf Dauer zu einer Schädigung der körpereigenen Hautbarriere: Dadurch haben Allergene noch leichteres Spiel, denn sie können besser in die Haut eindringen und zu Irritationen führen. Die Basis der Hautpflege stellt daher der Wiederaufbau und die Stabilisierung der Hautbarriere dar. Außerdem sollen akute Symptome wie Juckreiz und Rötung gelindert werden. Denn auch Juckreiz kann zu einem Teufelskreis führen.

Weniger ist mehr

Viele Produkte werben damit besonders mild und gut verträglich zu sein. Dennoch ist jede Haut anders – das gilt vor allem für allergische Haut. Auf jeden Fall sollten Produkte ohne Zusatzstoffe wie Parfum oder Parabene auf dem Plan stehen, da diese oft zusätzlich reizen. Manchmal können auch Emulgatoren oder verschiedene Tenside beispielsweise in Duschgels oder Waschlotionen zu Allergien führen. Beruhigende und stabilisierende Substanzen wie Ectoin, Panthenol, Aloe Vera oder Calendula werden oft gut vertragen und können die Beschwerden effektiv lindern.

Grundsätzlich sollte auf ein Minimum an Pflege gesetzt werden: Zu viele verschiedene Produkte bergen ebenfalls ein Allergie-Risiko. Hat man die passende Pflege gefunden, dankt einem die Haut, wenn nicht ständig umgestellt wird. Neben einer Tages- und Nachtpflege können auch milde Wasch- oder Reinigungslotionen zum Einsatz kommen. Auch für den Körper ist die Verwendung von milden Duschgels oder Badezusätzen ohne Parfumzusatz sinnvoll.