Alopezie: Wenn das Haarkleid schwindet

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Berlin -

Wenn die Haare auf dem Kopf immer weniger und dünner werden, läuten sowohl bei Männern wie auch bei Frauen häufig die Alarmglocken. Die Ursachen für den Haarausfall können vielfältig sein. Doch wieviel Schwund ist normal und wo liegt die Grenze zum krankhaften Haarausfall?

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Tagtäglich verlieren wir Haare – ob beim Kämmen, Haare waschen oder zwischendurch: Ein gewisses Maß an Haarausfall ist normal. Etwa 100 Haare verliert ein gesunder Mensch pro Tag. Was zunächst nach viel klingt, ist im Verhältnis gesehen gar nicht mehr so schlimm: Insgesamt hat der Mensch etwa fünf Millionen Haare auf dem Körper – je nach Haarfarbe, Haartyp und Herkunft befinden sich zwischen 100.000 und 150.000 Haare davon auf dem Kopf. Blonde und rote Haare sind in der Regel feiner, schwarze und braune Haare etwas dicker. Doch auch die Herkunft spielt eine Rolle: Asiaten und Afrikaner haben meist wesentlich stabilere Haarstrukturen als Europäer.

Der Zyklus der Haare

Die Haare selbst bestehen aus abgestorbenen Zellen, dem sogenannten Keratin. Sie enthalten weder Nerven noch Blutgefäße und werden daher häufig auch als „Hautanhangsgebilde“ bezeichnet. Gebildet werden sie aus den in der Kopfhaut befindlichen Haarwurzeln, welche die Haarzellen produzieren. Diese schieben sich nach und nach an die Oberfläche und entwickeln sich zu den sogenannten Spindeln. Diese wiederum bilden lange Fasern, die sich miteinander verdrehen und schließlich zu einem Haar werden.

Die Haare unterliegen einem bestimmten Wachstumsrhythmus. Daher ist es ganz normal, dass jeden Tag Haare ausfallen. Durchschnittlich wächst ein Haar zwei bis sechs Jahre lang täglich einige Millimeter. Nach dieser aktiven Wachstumsphase (Anagenphase) folgt schließlich eine Übergangsphase (Katagenphase), die etwa zwei Wochen andauert. Anschließend wird das Haar in einer zwei-bis viermonatigen Ruhephase oder auch Ausfallphase (Telogenphase) von dem darunterliegenden, neuen Haar abgestoßen und fällt aus. Die Haare unterliegen also einem ständigen Kreislauf.

Vielfältige Ursachen möglich

Durch Störungen des Haarzyklus kann es jedoch schließlich dazu kommen, dass der Kreislauf durcheinandergerät und die Haare dünner werden. Dies kann beispielsweise durch einen beschleunigten Ablauf oder eine verkürzte Wachstumsphase passieren. Aber auch genetische Faktoren, Hormone, Stress, Eisen- oder Vitaminmangel, sowie Schilddrüsenerkrankungen oder falsche Pflege können eine Rolle spielen.

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