Allergische Haut: Weniger ist oft mehr

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Berlin -

Mit einer Allergie bringen die meisten Menschen vor allem tränende Augen und eine laufende Nase in Verbindung. Doch auch die Haut kann unter Allergien leiden und entsprechend reagieren. Allergische Haut benötigt daher eine besonders schonende Pflege.

Allergische Reaktionen: Was passiert im Körper?

Die Auslöser für Allergien sind vielfältig: Neben Tierhaaren, Pollen und Hausstaub kommen bis zu 200 andere Auslöser in Frage. Wenn die Hautschutzbarriere gestört ist, haben die Allergene leichtes Spiel: Sie können in die Haut eindringen und eine allergische Reaktion auslösen. Das Immunsystem wird aktiviert, die Blutgefäße erweitern sich, damit Abwehrzellen zur Eintrittsstelle der Allergene transportiert werden können.

Es kommt zur Ausschüttung von Botenstoffen: Die Folge sind Irritationen wie Rötung, Quaddelbildung und Juckreiz. Kratzen verstärkt den Blutfluss weiter und führt zu einem Teufelskreis: Denn durch kleinste Verletzungen der Haut gelangen weitere Allergene in den Körper und die Körperreaktion wird aufrechterhalten. Durch die Abwehrzellen können auch körpereigene Hautzellen beschädigt werden, außerdem wird der Abtransport der potenziell gefährlichen Stoffe durch eine vermehrte Flüssigkeitsansammlung im Gewebe erhöht. Die Haut schwillt an und es können Bläschen und Quaddeln entstehen.

Vorhandenes bekämpfen, Neues vermeiden

Ein wichtiger Aspekt der Hautpflege ist daher die Wiederherstellung der Hautschutzbarriere. Wenn diese intakt ist, können Allergene nicht mehr eindringen. Gleichzeitig müssen bereits entstandene Symptome gemindert werden. Es gilt daher, die Haut zu beruhigen und zu stabilisieren, vorhandenen Juckreiz zu lindern und das Auftreten von neuen Reaktionen zu vermeiden.

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