Wissenswertes über Campher

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Traditionell wird diese Wirkung auf die Rezeptoren auch für juckreizstillende und schmerzlindernde Salben eingesetzt. Auf das anfänglich kühlende Gefühl folgt durch die hyperämisierende Wirkung im Gewebe eine Durchwärmung. Daher findet sich Campher in den meisten „Pferdesalben“ zur Lockerung der Muskulatur. Diese topischen Anwendungen sollten allerdings nicht allzu großflächig erfolgen, da Campher als lipophiler Stoff absorbiert wird. Auch verletzte Stellen und Schleimhäute müssen daher ausgespart werden.

Seine innerliche Anwendung beruht größtenteils auf Überlieferungen, tragfähige Studien finden sich hierzu nicht. Sehr beliebt ist der Einsatz dennoch bei Herz- und Kreislaufbeschwerden. Er gilt als das älteste Analeptikum überhaupt. Die anregende Wirkung wird in manchen Ländern auch zur Inhalation bei einer Ohnmacht genutzt. Doch Vorsicht: Bei Überdosierung drohen durch seine Lipophilie ernste Gesundheitsprobleme, die von Nervenschäden über epileptische Anfälle bis zum Koma und Tod führen können.

Nicht geeignet ist der Einsatz von Campher bei Schwangeren, Stillenden, Asthmatikern und Kindern unter sechs Jahren. Bei Kleinkindern können das Inhalieren oder auch die nasale Anwendung zu einem sogenannten Stimmritzenkrampf führen, bei dem sich der Kehlkopf verkrampft. Bei Asthmatikern kann sich nach der Exposition ein Bronchialkrampf entwickeln und ein Asthmaanfall ausgelöst werden. Campher geht außerdem in die Muttermilch und auf das Ungeborene im Mutterleib über. Auch bei Leber- und Gallengangsbeschwerden sollte vor der Anwendung der behandelnde Arzt befragt werden.

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