Waschen oder Desinfizieren – was schützt besser?

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Berlin - Wenn es um die richtige Handhygiene geht, scheiden sich die Gemüter: Während die einen auf gründliches Händewaschen setzen, halten andere die Desinfektion für sicherer. Forscher:innen aus Australien haben nun verschiedene Studien zu der Thematik unter die Lupe genommen.

Neben Abstand halten und Maske tragen zählt auch die regelmäßige Reinigung der Hände zu den Sicherheitsmaßnahmen, die eine Infektion mit Sars-CoV-2 verhindern sollen. Doch nicht nur in Bezug auf das Coronavirus, sondern auch, um sich vor anderen Erregern zu schützen, ist die Handhygiene wichtig.

Aber was schützt besser: Das gründliche Einseifen oder die alkoholische Desinfektion für unterwegs? Diese Frage konnte bis heute nicht abschließend geklärt werden. Ein Team der Bond University aus Australien hat nun 18 randomisierte Studien ausgewertet, in denen die Auswirkung des Händewaschens und der Händedesinfektion auf die Übertragung von Atemwegserkrankungen untersucht wurde.

Desinfektionsmittel schneidet minimal besser ab

Vier Studien stellten beide Methoden direkt gegenüber, drei der Untersuchungen verglichen Seifennutzer:innen mit Kontrollpersonen ohne regelmäßiges Händewaschen und sechs der Studien verglichen die Händedesinfektion mit einer Kontrollgruppe. Beim Vergleich von Seifennutzer:innen und Kontrollpersonen zeigte sich kein deutlicher Unterschied zur Kontrollgruppe. Die Verwender:innen von Desinfektionsmitteln hatten jedoch eine 20-prozentige Reduktion des Risikos für Atemwegserkrankungen. Die Häufigkeit hatte dabei keinen Einfluss auf das Ansteckungsrisiko.

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