Warum werden wir im Urlaub krank?

, Uhr
Berlin -

Die Tage bis zum lang ersehnten Urlaub sind gezählt, die Vorfreude steigt und man kann es kaum erwarten – doch plötzlich macht sich ein Kratzen im Hals bemerkbar. Warum werden wir eigentlich häufig im Urlaub krank? Und was kann man tun, um vorzubeugen?

Die ganze Woche ging es gut – keine Anzeichen einer Erkältung. Doch pünktlich zum Wochenende oder vor dem geplanten Urlaub schaltet der Körper in den Krankheitsmodus. Von Experten wird dieses Phänomen auch als „leisure sickness“ (deutsch: „Freizeitkrankheit“) bezeichnet. Mittlerweile gehen Forscher nicht mehr davon aus, dass es Zufall ist. Schuld sind wahrscheinlich Hormone: Denn während der Arbeit ist der Körper auf Leistung eingestellt. Daran ist unter anderem ein Hormoncocktail aus verschiedenen Stresshormonen beteiligt. Dadurch werden Stressreserven zur Verfügung gestellt, die für Konzentration und Leistungsfähigkeit sorgen.

Ist nun der letzte Arbeitstag vorbei, stellt sich der Körper auf Freizeit ein: Die Bildung von Stresshormonen wird heruntergefahren – die Folge können Müdigkeit und Krankheitsgefühle sein. Die häufigsten Symptome sind Kopfschmerzen bis hin zu Migräne, Abgeschlagenheit, Magenprobleme wie Bauchschmerzen und Übelkeit, Muskel- und Rückenschmerzen oder Erkältungssymptome. Oft steigern sich die Symptome zu Beginn des Urlaubes, sodass man richtig krank wird und die freien Tage nur bedingt genießen kann: Statt Erholung steht Krankheit auf dem Programm.

Denn ist der Körper geschwächt, haben Viren leichtes Spiel: Sind die körpereigenen Schutzmechanismen überlistet und außer Kraft gesetzt, dringen die Viren in den Körper ein. Zunächst werden meist die Schleimhäute im Rachenbereich und der Nase befallen. Die Funktion der Flimmerhärchen wird durch den Virenbefall herabgesetzt. Ein Kratzen im Hals, Schluckbeschwerden und häufiges Niesen sind häufig der Anfang. Um ein weiteres Fortschreiten zu verhindern, sollte schon jetzt die symptomatische Therapie beginnen und zeitgleich das Immunsystem gestärkt werden.

Lesen Sie auch

APOTHEKE ADHOC Debatte

Neuere Artikel zum Thema

Downloads: HV-Wissen to go

Weiteres
Kriedel: „Er tritt die Motivationsbremse noch weiter durch“
Ärzte rechnen mit Spahn ab: „Grenze des Machbaren weit überschritten“»
„Versuchskaninchen im Gesundheitswesen“
E-Rezept: Ärzte wollen Einführung mit Petition stoppen»
Einführung trotz winziger Testzahlen
E-Rezept: BMG hält am 1. Januar fest»