Sport im Winter: Kalte Luft für die Atemwege

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Berlin - Im Winter fällt das Sporttreiben an der frischen Luft häufig schwerer als im Sommer: Kalte Temperaturen und nasses Wetter bekräftigen den inneren Schweinehund, im Warmen zu bleiben. Doch mit der richtigen Kleidung und einer guten Atemtechnik steht dem Sport im Freien nichts im Wege.

Wer im Winter die Straße nicht gegen ein Laufband tauschen möchte, sollte ein paar Dinge beachten. Denn im Winter ist die Luft nicht nur kalt, sondern auch trockener. Durch verschiedene Ausdauersportarten werden die Atemwege bei Belastung dann stark gefordert: Sie werden gereizt und verlieren Feuchtigkeit, außerdem kommt es zu einer schnelleren Atmung, wodurch diese Effekte verstärkt werden.

Atembeschwerden vermeiden

Deshalb kann es bei kalten Temperaturen häufiger zu Atemproblemen kommen: Die Atemmuskulatur verkrampft und die Schleimhäute können anschwellen. Dadurch können Beschwerden wie Husten, Räuspern oder sogar Atemnot entstehen. Besonders häufig treten diese Symptome bei Asthmatikern auf.

Dennoch ist dies nicht unbedingt ein Grund auf den Sport im Winter zu verzichten. Nach dem Training und der Belastung klingen die Beschwerden meist rasch wieder ab. Wichtig ist genug zu trinken, auch inhalieren kann helfen die gereizten Schleimhäute zu befeuchten, damit sie sich schnell wieder regenerieren. Dennoch sollte auf den eigenen Körper gehört und nicht zu häufig oder zu intensiv trainiert werden, wenn solche Beschwerden auftreten. Im Zweifelsfall sollte Rücksprache mit dem Arzt gehalten werden.

Ein Tuch vor Nase und Mund kann zwar kurzzeitig helfen die Luft zu erwärmen, nach kurzer Zeit bildet sich durch die Atemluft jedoch Feuchtigkeit, welche in der Kälte friert. Der Schutzeffekt hält daher leider nicht lange an. Besser ist es, auf eine richtige Atemtechnik zu setzen, da diese auf lange Sicht bessere Effekte erzielt.

Nasenatmung bevorzugen

Dazu ist es wichtig, vor allem durch die Nase zu atmen. Denn so wird die eingeatmete Luft besser gefiltert, befeuchtet und erwärmt, bevor sie in die Atemwege gelangt. Bei schnellerem Tempo fällt eine reine Nasenatmung jedoch meist schwer, daher sollte bei kalten Temperaturen auf moderates Training gesetzt werden.

Wichtig ist beim Sport im Winter außerdem die richtige Kleidung: Von Baumwolle sollte auf Funktionskleidung umgestiegen werden, da diese die entstehende Feuchtigkeit beim Schwitzen nach außen abgibt. Am besten ist ein Lagen-Look, durch den sich zwischen den Schichten ein Wärmepuffer bildet. Zu warme Kleidung ist allerdings nicht gut – idealerweise sollte man zu Beginn des Trainings etwas frösteln. Empfindliche Körperpartien wie Ohren und Finger sollten durch Handschuhe, Mütze oder Schal geschützt werden. Nach dem Sport sollte die feuchte Kleidung direkt Zuhause ausgezogen werden, damit der Körper nicht auskühlt – denn dadurch können Infekte begünstigt werden, die es zu vermeiden gilt.

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