Eukalyptus, Thymian & Co.

So geht´s: Erkältungsbad selbst herstellen APOTHEKE ADHOC, 30.03.2020 13:53 Uhr

Berlin - Bei typischen Erkältungsbeschwerden kann ein Erkältungsbad wohltuend sein: Eine Mischung kann ganz einfach mit wenigen Dingen auch zu Hause hergestellt werden. Neben einer Rezeptur für ein Einzelbad kann auch auf Vorrat hergestellt werden – so ist die Mischung im Notfall gleich griffbereit.

Baden bei Erkältung: Ja oder Nein?

Zunächst einige Hinweise für die Verwendung eines Erkältungsbads: Grundsätzlich sollte nur bei Infekten ohne Fieber oder erhöhte Temperatur gebadet werden. Denn das Bad treibt die Körpertemperatur zusätzlich in die Höhe. Besteht ohnehin schon Fieber, kann es schnell lebensgefährlich werden! Am besten wird ein Bad bereits bei den ersten Beschwerden genutzt und nicht erst, wenn der Höhepunkt bereits erreicht ist. Denn ist der Körper bereits angegriffen, kann das Bad eine zusätzliche Belastung für den Kreislauf darstellen. Ein Erkältungsbad sollte zudem bei Bluthochdruck oder asthmatischen Erkrankungen mit Vorsicht und nur nach Rücksprache mit dem Arzt durchgeführt werden.

Richtige Dauer und Temperatur

Bei der Durchführung muss ebenfalls einiges beachtet werden: Maximal 20 bis 30 Minuten sollte das Bad andauern. Die Wassertemperatur sollte maximal 38° Celsius betragen. Bei einem empfindlichen Kreislauf sollte lieber eine niedrigere Temperatur und eine kürzere Badedauer gewählt werden. Außerdem ist es sinnvoll immer jemanden in der Nähe zu haben, der bei Beschwerden direkt eingreifen und zur Hilfe kommen kann. Eine gute Variante ist auch, die Wanne nur zu dreiviertel zu füllen, sodass die Schultern und Knie aus dem Wasser ragen.

Schwangere und Kinder

Eine Besonderheit stellen Schwangere und Kinder dar: Während der Schwangerschaft sollte auf einen Badezusatz komplett verzichtet werden. Auch das heiße Wasser allein kann mit seinen Dämpfen wohltuend sein. Denn einige Öle sind in der Schwangerschaft kontraindiziert, manche können wehenfördernd sein. Bei Kindern können zwar ätherische Öle zugesetzt werden, allerdings dürfen bei einem Alter unter sechs Jahren manche Zusätze nicht verwendet werden: Campher oder Menthol können die Atemwege besonders reizen und zu Atemnot führen. Bei Kleinkindern ist sogar ein sogenannter „Glottiskrampf“ möglich – eine gefährliche Verkrampfung der Stimmritze am Kehlkopf, die lebensbedrohlich sein kann. Gut geeignet sind stattdessen Thymian, Myrte oder Anis.

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